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- 13.01.2005 -

 

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Mangroven und Korallenriffe als Küstenschutz unersetzlich

Mangroven und Korallenriffe sind als natürliche Bollwerke gegen das Meer für die Küstenbewohner unersetzlich.

(vv) - Mangroven sind tropische Gezeitenwälder an der Grenze zwischen Land und Meer, die eine große Vielfalt an außergewöhnlichen Lebensformen beherbergen. Die salzwassertoleranten Mangrovenwälder sind wichtige Aufwuchsgebiete für Fische, Krebse und Garnelen. Mangroven bedecken heute eine Fläche von ca.15,7 Millionen ha, das entspricht der Hälfte der Fläche Deutschlands. Für die Küstenbewohner leisten Mangroven als natürlicher Küstenschutz eine unersetzliche Funktion, teilte das Zentrum für Marine Tropenökologie in Bremen mit.

Den tropischen Küsten vorgelagert liegt ein schützender Ring von Korallenriffen. Diese über Jahrtausende natürlich gewachsenen Wallanlagen aus Korallenfels sind als Wellenbrecher unersetzlich für den Küstenschutz, insbesondere bei Extremereignissen wie tropischen Wirbelstürmen oder Tsunamis. Sie beherbergen die größte Artenvielfalt des Meeres und sind die Lebensgrundlage für Millionen von Menschen.

Offensichtlich wurde die Wucht der gewaltigen Flutwelle im Indischen Ozean gerade dort abgebremst, wo intakte Korallenriffe und Mangrovenwälder als Schutzzone fungierten. Diese jüngsten Ereignisse machten deutlich, dass der fortschreitenden weltweiten Zerstörung von Riffen und Mangroven durch Extraktion von Korallenfels, zerstörerische Fischerei, Verschmutzung, Landgewinnung und Anlagen von Garnelenteichen Einhalt geboten werden müsse.

Weltweit sind 20% der Riffe bereits zerstört, 24% sind unmittelbar und weitere 26% mittelfristig bedroht, teilte das Zentrum für Marine Tropenökologie mit. Die Zerstörung ist oft irreversibel, da Korallen nur sehr langsam wachsen und sich in verschmutzten Gewässern nicht erholen können.

In den letzten 10 Jahren wurden laut dem Zentrum über ein Drittel der Mangrovenflächen zerstört. Dass Mangroven erfolgreich wiederausgeforstet werden können, haben beispielsweise die Vietnamesen im Mekong Delta gezeigt. Es dauert jedoch über 20 Jahre, bis sich ein widerstandsfähiger hoch gewachsener Wald entwickelt hat. Das Zentrum für Marine Tropenökologie warnte deshalb eindringlich davor, Küsten weiter zu zerstören.

 

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 Mehr Informationen:

Zentrum für Marine Tropenökologie

 

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