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- 14.12.2004 -

 

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Bericht: Klimawandel bedroht Artenvielfalt

Der Klimawandel trifft Tiere und Pflanzen offenbar härter als bislang angenommen.

(vv) - Die Kombination aus steigenden Temperaturen und vermehrten Wetterextremen trifft die Natur offenbar deutlich härter als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Report der Artenschutzorganisation WWF über die Auswirkungen von Stürmen, Dürren und anderen Wetterextremen auf die Tier- und Pflanzenwelt. Der Bericht zeige, dass viele Arten nicht in der Lage seien, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen.

Negative Effekte zeigten sich inzwischen überall auf der Welt. „Der Klimawandel zeigt sich im rätselhaften Verschwinden zahlreicher Amphibien genauso wie in der Invasion von Borkenkäfern in Nordamerika“, erläuterte Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF Deutschland. Dies sei nur ein Vorgeschmack auf ein tief greifendes Artensterben, wenn es nicht gelinge, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen bis zum Ende des Jahrhunderts auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Seit Beginn der industriellen Revolution in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts habe die Durchschnittstemperatur der Erde um 0,7 Grad zugelegt. Der Report zeige, dass schon dieser Anstieg die Natur vor erhebliche Problem stelle. Einzelne klimatische Veränderungen zögen oft eine Kaskade von Folgewirkungen nach sich, so der WWF.

In England sei beispielsweise beobachtet worden, dass Blattläuse früher schlüpften - zu früh für die Vögel, die sich von ihnen ernähren. In Kanada erreichten die Karibus die Gebiete, in denen sie kalben, erst, wenn die besten Weiden bereits vertrocknet seien. Die Jungtiere fänden keine Nahrung und müssten hungern.

In Zukunft sei mit häufigeren Dürreperioden, zunehmenden Waldbränden und dem weiteren Abschmelzen von Gletschern zu rechnen. „Wir befürchten, dass die Natur weit stärker unter den klimatischen Veränderungen leidet als bisher angenommen“, betonte Günther. Es sei höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen und den Kohlendioxidausstoß entscheidend zu verringern.

 

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© ArtToday

Den Rückgang der Adéliepinguine
in der Antarktis führt der WWF auf das Abtauen von Packeis zurück.

 

 Mehr Informationen:

Extreme weather: does nature keep up? (pdf)

WWF: Klimapolitik

 

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