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EU will weltweit größtes Netz geschützter Naturstandorte
schaffen
Die EU-Kommission hat über 7000 Naturstandorte
auf die Liste der EU-Schutzgebiete gesetzt. So soll das größte
zusammenhängende Schutzgebietnetz der Welt entstehen.
(vv) - Über 7000 Naturstandorte wurden auf die Liste der
EU-Schutzgebiete gesetzt. Die EU-Kommission bezeichnete dies als
einen großen Schritt zur Vollendung von Natura 2000, dem
Netz geschützter Naturstandorte in der EU. 197 Tierarten,
89 Pflanzenarten und 205 Lebensräumen werden unter intensivere
Schutzbestimmungen gestellt. Ziel ist es, die biologische Vielfalt
Europas zu erhalten, teilte die Kommission am Mittwoch in Brüssel
mit.
Das Netz Natura 2000 wurde gemäß der "Habitatrichtlinie"
eingerichtet, um besonders wichtige Lebensräume und Arten
wild lebender Tiere in Europa zu schützen. Standorte, die
für Natura 2000 ausgewiesen werden, sind der Richtlinie zufolge
streng zu schützen. Die Mitgliedstaaten müssen alle
erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihre Erhaltung zu
gewährleisten und eine Verschlechterung zu vermeiden.
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas sagte hierzu: Die EU verfolgt
mit Natura 2000 das Ziel, den Rückgang der biologischen Vielfalt
bis zum Jahr 2010 aufzuhalten. Nach dem langsamen Beginn in den
späten neunziger Jahren haben wir es in den letzten fünf
Jahren geschafft, deutlich schnellere Fortschritte zu erzielen.
Es ist mir eine große Freude, dass diese Listen angenommen
werden konnten. Mit der Aufnahme der atlantischen und der kontinentalen
Region wird Natura 2000 zum größten zusammenhängenden
Schutzgebietnetz der Welt und bietet der EU ein besonders wirksames
Instrument zum Schutz von Fauna und Flora.
Die jetzt verabschiedeten Listen für die atlantische und
die kontinentale Region umfassen Standorte in 12 Mitgliedstaaten
mit einer großen Anzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten
und Lebensräume. Diese unterliegen aus wissenschaftlicher
Sicht einem europäischen Interesse. Deshalb sind gemeinsame
EU-Anstrengungen erforderlich, um die biologische Vielfalt und
die Erhaltung der natürlichen Fauna und Flora in diesen Regionen
Europas zu gewährleisten.
Die nächsten Schritte zur Vollendung von Natura 2000 werden
die Annahme zweier weiterer Standortlisten (borealische und mediterrane
Region) und die Schaffung des Netzes in den neuen Mitgliedstaaten
sein.
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