Langohren lieben es bunt
Wo Ackerbrachen wildtierfreundlich begrünt
werden, erholen sich die Bestände der Feldhasen deutlich.
(jkm) - Um dem Feldhasen wieder auf die Beine zu helfen, braucht
es nicht viel. Im Gegenteil, zeigen erste Resultate eines Forschungsprojekts
der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Die Bestände
der Langohren erholen sich demnach deutlich, wenn Ackerbrachen
wildtierfreundlich begrünt und ansonsten sich selbst überlassen
werden.

© K.-H. Volkmar
Feldhasen währende der Paarungszeit
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"Der Erfolg begründet sich nicht zuletzt auf den Verzicht
zu mulchen, wodurch ein Ausmähen der Jungtiere vermieden
wird", erläutert Jörg Tillmann. Mit Unterstützung
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Deutschen Wildtier
Stiftung untersuchen der Agrarwissenschaftler und seine Kollegen,
wie sich die Stilllegung landwirtschaftlicher Flächen auf
die Tierwelt auswirkt.
Dabei konzentrieren sich die Forscher neben dem Rebhuhn (Perdix
perdix) auf den Feldhasen (Lepus europaeus) als typischen Vertreter
der Offenlandfauna. Mit Scheinwerfer und Wärmebildkamera
bewaffnet, erfassen sie in den Herbst- und Wintermonaten die Bestandsdichten
auf Brachen, von denen einige gezielt begrünt worden waren.
Seit Frühjahr 2003 sind die Bestände in Gebieten mit
begrünten Brachen demnach um etwa 20 Prozent gestiegen, von
durchschnittlich 33 auf 40 Individuen pro 100 Hektar. Dem gegenüber
steht eine Abnahme um etwa 5 Prozent in den Kontrollgebieten,
von 22 auf 20 Individuen pro 100 Hektar.
Oft mit Kaninchen verwechselt, leidet der Feldhase unter Flurbereinigung,
intensiver Landwirtschaft und Zersiedlung. Daher wird er in Deutschland
auf der Roten Liste gefährdeter Arten geführt.
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