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- 08.11.2004 -

 

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Gefahr von Wildunfällen steigt

Im winterlichen Berufsverkehr steigt die Gefahr von Wildunfällen, warnt die Deutsche Wildtier Stiftung. Autofahrer finden in einer kostenlosen Broschüre Tipps und Informationen.

(vv) - Wildwechsel ist eine der häufigsten Unfallursachen auf Deutschlands Straßen. Jährlich kommen nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung 50 Menschen bei Wildunfällen ums Leben, mehr als 2.500 werden schwer verletzt. Wildwechsel sei ganzjährig eine Gefahr, doch seit der Umstellung der Uhren und mit der nahenden Winterzeit würden abendlicher Berufsverkehr und Wanderbewegungen des dämmerungsaktiven Wildes zusammenfallen - oft mit folgenschweren Konsequenzen für Mensch und Tier. Die Stiftung hat deshalb eine kostenlose Broschüre herausgebracht, in der Autofahrer Informationen und Tipps finden, um Wildunfälle zu vermeiden.

So kann man Wildunfällen vorbeugen

"Wildwechsel-Schilder unbedingt beachten! Da es im Winter früh dunkel wird, ist es besonders wichtig, das Tempo an diesen Stellen anzupassen (höchstens 80 km/h), die Straßenränder im Auge zu behalten und ausreichend Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten", so Sven Holst, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. "Taucht ein Tier am Straßenrand auf, sollte man die Geschwindigkeit weiter reduzieren und mehrmals hupen. Wenn ein Tier die Fahrbahn überquert, ist mit Nachfolgern zu rechnen, denn zahlreiche Tierarten leben in Gruppen."

Was ist zu tun, wenn's doch passiert?

Ein (leider) alltägliches Bild in Deutschland: Ein Reh springt vom Waldrand auf die Straße, um auf das gegenüberliegende Feld zu gelangen und wird dabei von einem Fahrzeug erfasst. Durch richtiges Verhalten kann weiterer Schaden verhindert werden: Unfallstelle mit Warndreieck und Warnblinkanlage absichern. Ist das Tier verletzt, sollte man es nicht berühren und sich äußerst rücksichtsvoll verhalten, denn das verängstigte Tier steht unter Stress und kann aggressiv reagieren. Flieht das verwundete Tier: Fluchtrichtung merken. Nur dann kann der Jäger oder Förster mit einem ausgebildeten Hund dem Tier folgen und es wenn notwendig von seinen Leiden befreien. Man selbst darf schwer verwundete Tiere nur dann von ihren Schmerzen erlösen, wenn der zuständige Jagdpächter nicht rechtzeitig vor Ort sein kann. Getötetes Wild darf generell nicht mitgenommen werden, sonst macht man sich der Wilderei schuldig, warnt die Deutsche Wildtier Stiftung.

Sieht man am Straßenrand verletztes Wild, sollte man auch als Nicht-Unfallbeteiligter in jedem Fall die Polizei informieren. Wichtig ist dabei, den Standort des Tieres anhand der Straßenbezeichnung, der Fahrtrichtung und des Streckenabschnitts möglichst genau zu beschreiben. Die Polizei schaltet bei Bedarf den zuständigen Jäger ein. Kosten für diesen "Notruf" fallen nicht an.

Für den Nachweis bei der Versicherung ist es ratsam, sich eine Wildschadensbescheinigung von der zuständigen Polizei- oder Jagbehörde ausstellen zu lassen. Die Spuren des Unfalls sollte man nicht entfernen, sondern fotografieren oder von der Polizei protokollieren lassen, rät die Stiftung.

 

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© ArtToday

Im winterlichen Berufsverkehr steigt die Gefahr von Wildunfällen.

 

 Mehr Informationen:

Deutsche Wildtier Stiftung: Broschüre "Vorsicht Wildwechsel" kann kostenlos angefordert werden

 

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