Forscher erstellen neuen Riff-Atlas
Mit einem neuen Atlas wollen amerikanische Forscher
das Wissen um die Korallenriffe der Welt vertiefen.
(jkm) - Derzeit aus einem Grundstock von 1.500 Satellitenaufnahmen
bestehend, soll die im Internet frei zugängliche Datensammlung
zum Schutz und zur schonenden Nutzung der empfindlichen Ökosysteme
beitragen.
Derzeit sind Serge Andréfouët und Frank Müller-Karger
von der University of South Florida und ihre Kollegen damit beschäftigt,
Aufnahmen des Satelliten Landsat 7 auszuwerten. Die Bilder wurden
in den Jahren 1999 und 2003 angefertigt und zeigen neben bekannten
Riffen auch viele, die bis dato noch nicht erfasst worden waren.
Künftig sollen laufend weitere Fernerkundungsdaten in das
von Universitäten, Organisationen und Behörden in mehreren
Staaten geförderte Archiv übernommen werden.

© NASA
Die Daten des Satelliten Landsat 7 zeigen
die Korallenriffe der Welt.
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"Es gab eine bemerkenswerte Kooperation auf allen Ebenen,
um diese Daten zusammenzustellen", betont Müller-Karger.
Anhand der Satellitenaufnahmen wollen der Ozeanograph und seine
Kollegen präzise Karten der Riffe erstellen und zudem Informationen
über ihren Zustand, die Nutzung der jeweils angrenzenden
Landflächen und über Ähnlichkeiten und Unterschiede
an den verschiedenen Standorten gewinnen. Erste Resultate wollen
sie im Frühjahr 2005 vorstellen.

© NASA/GSFC
Korallenriff im Roten Meer vor der Küste
Saudi-Arabiens,
Aufnahme des Satelliten Landsat 7
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"Die Schätzungen über die Ausdehnung, Gesundheit
und sogar über die Lage der Korallenriffe der Welt sind absolut
unzureichend, um die Reaktion der Riffe und zugehörigen Ökosysteme
auf wechselnde Umweltbedingungen zu verstehen", so Gene Carl
Feldman vom Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland.
"Diese neue Datensammlung liefert den Maßstab, an dem
künftige Beobachtungen gemessen werden können."
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