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- 18.10.2004 -

 

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Raupenplage nach El Niño

Häufigere El Niños, eine mögliche Folge der globalen Erwärmung, können zu Raupenplagen und damit zu beträchtlichen Schäden in mittelamerikanischen Wäldern führen.

(jkm) - Extreme Ausschläge der pazifischen Klimaschaukel können zu beträchtlichen Schäden in mittelamerikanischen Wäldern führen. Diese Ansicht vertreten amerikanische Biologen im "Journal of Tropical Ecology". Nach einem starken El Niño in den Jahren 1997/98 beobachteten sie an der Pazifikküste Panamas ein massenhaftes Auftreten hungriger Schmetterlingsraupen.

Sunshine van Bael und ihre Kolleginnen vom Smithsonian Tropical Research Institute in Balboa nutzen seit geraumer Zeit einen Kran, um das Treiben im Blätterdach eines laubwerfenden Tiefland-Regenwaldes zu verfolgen. "Trotzdem bemerkten wir den Ausbruch erst, als sich der Kranführer über den Insektenkot auf seinem PKW beklagte", so die Forscherin.

Nähere Untersuchungen zeigten, dass Raupen von einem Dutzend Schmetterlingsarten in ungewöhnlich großer Zahl auftraten. Die Tiere fraßen fünfmal mehr Blattmaterial als in den Vorjahren. Und da sie auf eine oder wenige Wirtsarten spezialisiert sind, büßten einige Baumarten im Schnitt bis zu einem Drittel ihres Blattwerks ein, während andere kaum in Mitleidenschaft gezogen wurden. Häufigere El Niños, wie sie als Folge der globalen Erwärmung diskutiert würden, könnten auf diese Weise die Artenzusammensetzung in den Wäldern verändern, so van Bael.

Ähnliche Raupenplagen beobachteten die Forscherinnen auch in anderen Wäldern an der Pazifikküste Panamas, nicht jedoch an der Atlantikküste. Die Ursache sehen sie daher in den ungewöhnlich geringen Niederschlagsmengen während des El-Niño-Ereignisses. Wahrscheinlich habe die Trockenheit sowohl die natürlichen Feinde der Raupen als auch die Widerstandskraft der Bäume beeinträchtigt. Letztlich hätten Vögel, Schlupfwespen und Raupenkrankheiten die Lage binnen fünf bis sechs Wochen wieder unter Kontrolle gebracht.

 

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© STRI

Schnappschuß der
"Panama Crane Cam"

 

 Mehr Informationen:

Smithsonian Tropical Research Institute (STRI): Panama Crane Cam

El Niño/La Niña

 

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