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- 14.10.2004 -

 

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Artenschützer mit Ergebnis der CITES-Konferenz zufrieden

Viele bedrohte Arten werden künftig besser geschützt: Natur- und Artenschutzorganisationen sind mit den Ergebnissen der CITES-Konferenz in Bangkok zufrieden.

(vv) - Natur- und Artenschutzorganisationen sind mit den Ergebnissen der Artenschutz-Konferenz in Bangkok insgesamt zufrieden. Irrawaddy Delfin, Weißer Hai, Napoleonsfisch und der Minkewal seien die großen Gewinner der Artenschutzkonferenz, meint der Naturschutzbund NABU. "Vor allem die Aufnahme des Weißen Hai in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens kann als kleine Sensation gefeiert werden", freute sich NABU-Artenschutzexpertin Heike Finke. Doch auch für viele Schildkröten-, Vogel-, Orchideen- und tropische Holzarten brächen jetzt bessere Zeiten an. Als verdienter Verlierer verlasse die japanische Delegation Bangkok, die bei ihren ständigen Versuchen zur Aufweichung des Meeresartenschutzes eine deutliche Abfuhr erhalten habe, so der NABU.

Auch die Umweltstiftung WWF zieht eine sehr positive Bilanz der Weltartenschutzkonferenz CITES. "Die Staaten haben erkannt, dass Schutz und Nutzung von gefährdeten Tieren und Pflanzen Hand in Hand gehen müssen", sagte Volker Homes, der für den WWF an der zweiwöchigen Konferenz teilnahm. Vor allem bei Fischen und Hölzern sie die Entwicklung erfreulich.

So habe die CITES-Konferenz erstmals dem unkontrollierten Handel mit dem selten gewordenen Tropenholz Ramin den Kampf angesagt: Alle etwa dreißig Ramin-Arten dürften künftig nur noch unter strengen Auflagen gehandelt werden. Auch der bis zu zwei Meter lange und 190 kg schwere Napoleonsfisch, für dessen Fleisch Feinschmecker bis zu 175 US-Dollar pro Kilogramm zahlten, sei künftig besser geschützt.

 


© WWF-Canon/Darren Jew

Der Napoleonsfisch (Cheilinus undulatus) wird künftig besser geschützt.

 

Nashörner sind die Verlierer

Als Wermutstropfen bezeichnete NABU-Expertin Finke die begrenzte Freigabe von Nashörnern in Namibia und Südafrika zum Abschuss für Trophäenjäger. Der Schuss mit der Kamera bringe ebenfalls Geld, lasse die Tiere aber leben. Auch die Zulassung des touristischen Handels mit zertifizierten Elfenbeinschnitzereien aus Namibia trübe das insgesamt positive Ergebnis, so Finke.

Die Artenschutzorganisastion Pro Wildlife freute sich über einen besseren Schutz für die zahlreichen wenig bekannten, aber hochbedrohten Arten wie Geckos und Schildkröten aus Madagaskar sowie zwei Papageienarten, hätte sich diesen aber auch für die Afrikanischen Löwen und Elefanten gewünscht.

 

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 Mehr Informationen:

CITES

BMU: Artenschutz

Naturschutzbund NABU

Umweltstiftung WWF

Pro Wildlife

 

 Lesen Sie auch:

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