Artenschützer mit Ergebnis der CITES-Konferenz zufrieden
Viele bedrohte Arten werden künftig besser
geschützt: Natur- und Artenschutzorganisationen sind mit
den Ergebnissen der CITES-Konferenz in Bangkok zufrieden.
(vv) - Natur- und Artenschutzorganisationen sind mit den Ergebnissen
der Artenschutz-Konferenz in Bangkok insgesamt zufrieden. Irrawaddy
Delfin, Weißer Hai, Napoleonsfisch und der Minkewal seien
die großen Gewinner der Artenschutzkonferenz, meint der
Naturschutzbund NABU. "Vor allem die Aufnahme des Weißen
Hai in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens
kann als kleine Sensation gefeiert werden", freute sich NABU-Artenschutzexpertin
Heike Finke. Doch auch für viele Schildkröten-, Vogel-,
Orchideen- und tropische Holzarten brächen jetzt bessere
Zeiten an. Als verdienter Verlierer verlasse die japanische Delegation
Bangkok, die bei ihren ständigen Versuchen zur Aufweichung
des Meeresartenschutzes eine deutliche Abfuhr erhalten habe, so
der NABU.
Auch die Umweltstiftung WWF zieht eine sehr positive Bilanz der
Weltartenschutzkonferenz CITES. "Die Staaten haben erkannt,
dass Schutz und Nutzung von gefährdeten Tieren und Pflanzen
Hand in Hand gehen müssen", sagte Volker Homes, der
für den WWF an der zweiwöchigen Konferenz teilnahm.
Vor allem bei Fischen und Hölzern sie die Entwicklung erfreulich.
So habe die CITES-Konferenz erstmals dem unkontrollierten Handel
mit dem selten gewordenen Tropenholz Ramin den Kampf angesagt:
Alle etwa dreißig Ramin-Arten dürften künftig
nur noch unter strengen Auflagen gehandelt werden. Auch der bis
zu zwei Meter lange und 190 kg schwere Napoleonsfisch, für
dessen Fleisch Feinschmecker bis zu 175 US-Dollar pro Kilogramm
zahlten, sei künftig besser geschützt.

© WWF-Canon/Darren Jew
Der Napoleonsfisch (Cheilinus undulatus)
wird künftig besser geschützt.
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Nashörner sind die Verlierer
Als Wermutstropfen bezeichnete NABU-Expertin Finke die begrenzte
Freigabe von Nashörnern in Namibia und Südafrika zum
Abschuss für Trophäenjäger. Der Schuss mit der
Kamera bringe ebenfalls Geld, lasse die Tiere aber leben. Auch
die Zulassung des touristischen Handels mit zertifizierten Elfenbeinschnitzereien
aus Namibia trübe das insgesamt positive Ergebnis, so Finke.
Die Artenschutzorganisastion Pro Wildlife freute sich über
einen besseren Schutz für die zahlreichen wenig bekannten,
aber hochbedrohten Arten wie Geckos und Schildkröten aus
Madagaskar sowie zwei Papageienarten, hätte sich diesen aber
auch für die Afrikanischen Löwen und Elefanten gewünscht.
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