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- 12.10.2004 -

 

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Artenschutz-Konferenz will Schutz von Walen und Haien

Der Handel mit Walfleisch bleibt verboten. Einen entsprechenden Entschluss fasste heute die Weltartenschutzkonferenz in Bangkok.

(jkm/vv) - Laut Mitteilung der Naturschutzorganisation WWF haben sich die Delegierten auch auf einen Schutz des Weißen Hais verständigt - in diesem Fall steht eine bindende Entscheidung jedoch noch aus.

Japan hatte auf der Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen CITES beantragt, den Handel mit Minkwalen aus dem Ochotskischen Meer und anderen Meeresregionen zuzulassen. Zwar wird die Zahl der Mink- oder Zwergwale auf mehrere Hunderttausend geschätzt, dennoch gilt die Großwalart als gefährdet. Seit 1986 ist ihre Bejagung im Rahmen eines Moratoriums der der Internationalen Walfangkommission (IWC) verboten. Norwegen, Island und Japan widersetzen sich diesem Verbot jedoch - teils unter Hinweis auf wissenschaftliche Gründe.

Laut WWF-Mitteilung haben die CITES-Delegierten Japan nun erneut an die IWC verwiesen: Zunächst müsse dort eine Einigung über die Minkwaljagd erzielt werden, bevor man über eine Aufhebung des Handelsverbots nachdenken könne.

 


© WWF-Canon/Jürgen Freund

Zwerg- oder Minkwal (Balaenoptera acutorostrata)

 

"Hai-light" in Bangkok

Auch für den Weißen Hai könnte die Konferenz in Bangkok ein günstiges Ende nehmen. Demnach wurde ein gemeinsamer Antrag Madagaskars und Australiens für eine strikte Kontrolle des Handels mit den Tieren und entsprechenden Produkten angenommen. "Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet, dass die Unterstützung für die Weißen Haie so groß ist", freut sich WWF-Mitarbeiter Volker Homes. Allerdings müsse die Vorentscheidung bei den endgültigen Abstimmungen am Mittwoch und Donnerstag noch besiegelt werden.

Notbremse für Schildkröten und Geckos

Strengere Schutzbestimmungen beschloß die Konferenz auch für Schildkröten und Geckos. Schildkröten aus Südostasien enden millionenfach in den Fleischtöpfen und Apotheken Chinas. Andere Arten wie Spinnenschildkröten und Blattschwanzgeckos aus Madagaskar sind dagegen bei Terrarien-Besitzern in Europa und den USA als Heimtiere begehrt, teilte die Artenschutzorganisation Pro Wildlife mit.

Höhenflug für Papageien

Für zwei starke bedrohte Papageienarten, den Gelbwangenkakadu und die Blaukopfamazone, wurde in Bangkok ein absolutes Handelsverbot beschlossen. "Für den Gelbwangenkakadu könnte die heutige Entscheidung die letzte Rettung bedeuten", meint Daniela Freyer von Pro Wildlife. Wildbestände beider Arten seien bisher für den internationalen Tierhandel rücksichtslos geplündert wurden. Auch Deutschland und die EU seien für beide Papageien ein wichtiger Absatzmarkt.

 

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 Mehr Informationen:

CITES

Umweltstiftung WWF

Pro Wildlife

Über den Minkewal

 

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