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- 30.09.2004 -

 

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Erste gesamtdeutsche Waldinventur

Deutschlands Holzreichtum bietet nach Ansicht der Bundesregierung ein großes, aber nicht ausreichend genutztes wirtschaftliches Potenzial.

(vv) - Der Bundesverbraucherministerium gab am Donnerstag in Berlin die Ergebnisse der ersten gesamtdeutschen Bundeswaldinventur bekannt und zog dabei eine positive Bilanz. "Mit 3,4 Milliarden Kubikmetern Holzvorrat liegt der deutsche Wald in Europa mit an der Spitzen. Es ist unser Ziel, dieses Potential mit der "Charta für Holz" gemeinsam mit der beteiligten Wirtschaft zu nutzen und den Holzabsatz zu steigern. Hierzu müssen wir die ökologischen Probleme des Waldes erfolgreich angehen", sagte Matthias Berninger, Staatssekretär im Verbraucherministerium.

Der Holzzuwachs in den alten Ländern liegt mit 12 Kubikmetern pro Hektar und Jahr über den bisherigen Annahmen. Damit wächst dort in der Sekunde ein Würfel von 1,44 m Kantenlänge. Der Zuwachs wurde in den vergangenen 15 Jahren nur zu etwa drei Viertel genutzt. Berninger appellierte deshalb an die Verbraucher, mehr heimisches Holz zu nutzen.

Mehr Buchen, weniger Fichten

Seit der ersten Bundeswaldinventur 1987 hat sich der Wald in seiner Zusammensetzung deutlich verändert: So hat der Anteil der Laubbäume, insbesondere Buchen, zugenommen. Gleichzeitig nahm der Anteil der Nadelbäume, insbesondere der Fichten, ab. Berninger begrüßte diese Entwicklung: Nur ein nachhaltig bewirtschafteter Mischwald biete Schutz vor zu starken Käferbefall und diene der Reduzierung des Klimawandel, dessen negative Wirkung im Wald bereits zu beobachten sei. Klimawandel und die damit verbundenen Witterungsextreme mit Stürmen und Massenvermehrung von Borkenkäfern und anderen Forstschädlingen seien ein unkalkulierbares Risiko. Es sei damit zu rechnen, dass die Trockenheit des vergangenen Jahres dem Wald stark zugesetzt habe.

Das Ministerium und die Forschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft haben 2001 und 2002 die Daten für die Bundeswaldinventur erhoben. Sie soll einen Überblick über die großräumigen Waldverhältnisse und forstliche Produktionsmöglichkeiten in der Bundesrepublik geben.

 

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© H.-G. Oed/BMU

Waldinventur: Mehr Buchen, weniger Fichten

 

 Mehr Informationen:

Bundeswaldinventur

 

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