Weniger kranke Fische in Nord- und Ostsee
Die Fische in der Nord- und Ostsee sind insgesamt
gesünder als noch vor Jahren.
(vv) - Dies ist das erfreuliche Ergebnis einer jüngst beendeten
Forschungsfahrt im Auftrag der Bundesforschungsanstalt für
Fischerei. Im Mittelpunkt stand dabei das Auftreten von Fischkrankheiten
in 18 Gebieten der Nord- und Ostsee.
Erste Ergebnisse der Fahrt zeigten, dass die Zahl der erkrankten
Fische zurückgehe, so die Forschungsanstalt. Die Untersuchungen
an Klieschen, der häufigsten Plattfischart in der Nordsee,
sowie an Flundern und Dorschen der Ostsee bestätigten die
bereits in den Vorjahren ermittelten regionalen Unterschiede des
Befalls mit viralen und bakteriellen Hautkrankheiten und Lebertumoren.
Im Vergleich zu früheren Jahren sei der Befall jedoch insgesamt
niedriger. Besonders beim Dorsch der westlichen Ostsee seien deutlich
weniger Hautgeschwüre festgestellt worden. Damit setze sich
ein Trend fort, der seit 1998 zu beobachten sei.
Zusätzlich zu den direkten Analysen an Bord wurden von verschiedenen
Fischarten Blut-, Gewebe- und Galleproben genommen und tiefgefroren.
Im Labor an Land sollen diese Proben auf organische und anorganische
Schadstoffe sowie radioaktive Substanzen untersucht werden. Zusammen
mit den ermittelten Daten zu Wassertemperatur, Salz- und Sauerstoffgehalt
sollen sie helfen, die festgestellten regionalen Unterschiede
in den Krankheitsraten zu erklären.
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