Tiger: Der Kampf gehört zum Liebesspiel
Wenn Tiger kämpfen, tun sie das oft nicht
in feindlicher Absicht. Es handelt sich häufig um ein Ritual,
das der Paarung vorausgeht.
(vv) - Wenn Tiger kämpfen, tun sie das nach Angaben der
Naturschutzorganisation WWF oft nicht in feindlicher Absicht.
Es handelt sich häufig um ein Ritual, das der Paarung vorausgeht.
So war es auch bei den Dreharbeiten zu Jean-Jacques Annauds Kino-Abenteuer
"Zwei Brüder". In einer Filmszene sieht es so aus,
als würden die Helden Kumal und Sangha gegeneinander kämpfen.
Tatsächlich filmte der Regisseur nach eigenen Angaben für
die Szene zwei Tiger beim Liebesspiel.

© WWF/Martin Harvey
Zwei kämpfende Bengalische Tiger im
Wasser
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Der neue Film von Jean-Jacques Annaud (Der Bär, Der Name
der Rose) kommt am 16. September in die deutschen Kinos. "Zwei
Brüder"erzählt die märchenhafte Geschichte
der Tiger Kumal und Sangha. Der französische Oscar-Preisträger
hat seinen Film mit echten Tigern gedreht. Die Geschichte ist
frei erfunden, aber sie vermittelt eine klare Botschaft: Lasst
den Tigern ihren Lebensraum!

Grafik: WWF
"Katzenjammer": Der dramatische
Rückgang der Tigerbestände
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"Zwei Brüder" spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Damals lebten noch etwa 100.000 Tiger. Heute durchstreifen nach
Schätzungen des WWF höchstens noch 7.000 Tiere die Wälder
Asiens. Von einigen Unterarten wie dem südchinesischen Tiger
leben bereits mehr Tiere in Zoos oder Gehegen als in freier Wildbahn,
beschreibt der WWF die kritische Situation der größten
Raubkatze der Erde. Von ehemals acht Unterarten haben nur fünf
überlebt - und auch deren Bestand sei bedroht. Vor allem
die Nachfrage nach Tigerprodukten in der traditionellen chinesischen
Medizin macht laut WWF die illegale Jagd zu einem lukrativen Geschäft.
Aber auch das Abholzen der Wälder macht den majestätischen
Katzen schwer zu schaffen.
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