Rettungsnetz für die Wildkatze
Mit der Vernetzung von Waldgebieten in Thüringen,
Bayern und Hessen sollen Wildkatzen wieder in ihren ursprünglichen
Lebensräumen heimisch werden.
(vv) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
knüpft mit seinen Landesverbänden in Hessen, Bayern
und Thüringen ein "Rettungsnetz für die Wildkatze".
Mit einem Brückenschlag vom Nationalpark Hainich zum Naturpark
Thüringer Wald sollen die seltene Raubkatze und viele andere
Arten wieder in ihren ursprünglichen Lebensräumen heimisch
werden. Dabei stehe das Schicksal der Wildkatze für viele
bedrohte Arten. "Weil ihre Lebensräume längst wie
Inseln in der intensiv genutzten Kulturlandschaft voneinander
getrennt sind, sind viele Tiere und Pflanzen vom Aussterben bedroht",
sagte Franz-Georg Elpers von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
(DBU). Die DBU unterstützt das Projekt mit knapp einer halben
Million Euro.

© DBU
Sollen sich in Hessen, Bayern und Thüringen
in ihren ursprünglichen Lebensräumen bald wieder
heimisch fühlen: Wildkatzen.
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Biotopverbund vom Harz bis nach Bayern
Der BUND will naturnahe Waldgebiete so miteinander vernetzen,
dass die Wildkatze und andere Arten wieder eine Chance haben,
neue Gebiete zu besiedeln. Dazu soll ein Biotopverbund geschaffen
werden, der vom Harz über den Hainich und den Thüringer
Wald bis nach Bayern reicht. Nach Westen soll sich der Verbund
vom Hainich bis zum Kellerwald ziehen. Durchlässe an Straßen,
Gehölzstreifen entlang von Feldrändern und Waldinseln
sollen die Lebensräume wieder miteinander verbinden. Durch
die genetische Untersuchung von Wildkatzenhaaren soll kontrolliert
werden, wohin die Katzen wandern und ob die Maßnahmen funktionieren.
Täglich über 100 Hektar Land verbraucht
Täglich würden über 100 Hektar Land für den
Siedlungs- und Straßenbau verbraucht - aufs Jahr gerechnet
entspreche dies mehr als der Hälfte der Fläche Berlins,
sagte Elpers. Das mache deutlich, wie wichtig es sei, den Naturschutz
stärker als bisher in die vorherrschenden Flächennutzungen
einzubinden. Elpers betonte auch, dass die Biotopvernetzung in
enger Kooperation zwischen Landnutzern und Naturschützern
umgesetzt würde.
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