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- 26.08.2004 -

 

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Rettungsnetz für die Wildkatze

Mit der Vernetzung von Waldgebieten in Thüringen, Bayern und Hessen sollen Wildkatzen wieder in ihren ursprünglichen Lebensräumen heimisch werden.

(vv) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) knüpft mit seinen Landesverbänden in Hessen, Bayern und Thüringen ein "Rettungsnetz für die Wildkatze". Mit einem Brückenschlag vom Nationalpark Hainich zum Naturpark Thüringer Wald sollen die seltene Raubkatze und viele andere Arten wieder in ihren ursprünglichen Lebensräumen heimisch werden. Dabei stehe das Schicksal der Wildkatze für viele bedrohte Arten. "Weil ihre Lebensräume längst wie Inseln in der intensiv genutzten Kulturlandschaft voneinander getrennt sind, sind viele Tiere und Pflanzen vom Aussterben bedroht", sagte Franz-Georg Elpers von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die DBU unterstützt das Projekt mit knapp einer halben Million Euro.

 


© DBU

Sollen sich in Hessen, Bayern und Thüringen in ihren ursprünglichen Lebensräumen bald wieder heimisch fühlen: Wildkatzen.

 

Biotopverbund vom Harz bis nach Bayern

Der BUND will naturnahe Waldgebiete so miteinander vernetzen, dass die Wildkatze und andere Arten wieder eine Chance haben, neue Gebiete zu besiedeln. Dazu soll ein Biotopverbund geschaffen werden, der vom Harz über den Hainich und den Thüringer Wald bis nach Bayern reicht. Nach Westen soll sich der Verbund vom Hainich bis zum Kellerwald ziehen. Durchlässe an Straßen, Gehölzstreifen entlang von Feldrändern und Waldinseln sollen die Lebensräume wieder miteinander verbinden. Durch die genetische Untersuchung von Wildkatzenhaaren soll kontrolliert werden, wohin die Katzen wandern und ob die Maßnahmen funktionieren.

Täglich über 100 Hektar Land verbraucht

Täglich würden über 100 Hektar Land für den Siedlungs- und Straßenbau verbraucht - aufs Jahr gerechnet entspreche dies mehr als der Hälfte der Fläche Berlins, sagte Elpers. Das mache deutlich, wie wichtig es sei, den Naturschutz stärker als bisher in die vorherrschenden Flächennutzungen einzubinden. Elpers betonte auch, dass die Biotopvernetzung in enger Kooperation zwischen Landnutzern und Naturschützern umgesetzt würde.

 

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 Mehr Informationen:

DBU

Die Wildkatze

 

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