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- 19.08.2004 -

 

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Illegaler Holzhandel bedroht Tropenwälder in Südostasien

Der unkontrollierte Handel mit Tropenholz bedroht nach einer Studie des WWF die letzten Sumpf-Wälder in Südostasien und den Lebensraum der Orang Utans.

(vv) - Der unkontrollierte Handel mit dem in Asien, Europa und Nordamerika beliebten Tropenholz Ramin bedroht die letzten Sumpf-Wälder in Südostasien. In Indonesien zerstört illegaler Raubbau den Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Orang Utans, warnte die Umweltstiftung WWF am Donnerstag. Laut einer Studie des Artenschutzprogramms TRAFFIC klafft eine große Lücke zwischen den gemeldeten Ausfuhrmengen der wichtigsten Raminexporteure Indonesien, Malaysia und Singapur und den Importzahlen der Empfängerstaaten. "Offiziell verläßt deutlich weniger Tropenholz Südostasien, als bei den Verbrauchern ankommt. Große Mengen illegales Raminholz landen mit gefälschten Papieren und anderen Tricks auf den Weltmärkten. Wie bei der Geldwäsche wird hier illegales Holz reingewaschen. Seine wahre Herkunft bleibt den Abnehmern verborgen", so WWF-Artenschutzexperte Stefan Ziegler.

Der WWF forderte stärkere Handelskontrollen für alle etwa 30 Raminholz-Arten im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES. Er unterstützt einen entsprechenden Vorstoß der indonesischen Regierung für die bevorstehende CITES-Konferenz Anfang Oktober in Thailand. Zudem fordern die Naturschützer eine stärkere Zusammenarbeit der Herkunftsländer. "Die Behörden in Indonesien, Malaysia und Singapur müssen endlich konsequent gegen die Holzmafia vorgehen. Und die Regierungen müssen die zahlreichen Schlupflöcher in ihrer Gesetzgebung schließen", so Ziegler.

Illegales Tropenholz auch in Deutschland

Ramin ist ein helles, glattes Tropenholz, aus dem Möbel, Regale, Bilderrahmen, Innenjalousien, Leisten oder Gerätestiele gefertigt werden. Auch auf dem deutschen Markt gibt es zahlreiche Produkte aus Raminholz. "Wir können derzeit nicht exakt sagen, wieviel illegales Tropenholz bei deutschen Unternehmen und Verbrauchern landet. Doch es ist sicher, dass auch hierzulande illegales Raminholz gehandelt wird", erklärte Ziegler.

Der Raubbau habe das jährliche Ramin-Handelsvolumen in Indonesien innerhalb von zwanzig Jahren von 1,5 Millionen Kubikmeter auf weniger als ein Zehntel schrumpfen lassen. "Dieser Rückgang ist leider kein Zeichen für einen verbesserten Schutz des Tropenholzes, sondern dokumentiert ganz im Gegenteil den drastischen Waldverlust", erläuterte Ziegler. Ein ähnliche Entwicklung finde in Malaysia statt. Dort mache auch die legale Ramin-Abholzung den verbliebenen Sumpf-Wäldern zu schaffen. Die Studie wurde von TRAFFIC, dem Artenschutzprogramm von WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN, verfasst.

 

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© WWF-Canon/
Michel Terre

In Indonesien zerstört illegaler Raubbau den Lebensraum der Orang Utans.

 

 Mehr Informationen:

WWF: Die Ramin-Studie (engl.; pdf)

 

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