Auswirkungen der Fischerei auf die Umwelt
Die einzigartigen Korallenriffe um die Azoren,
Madeira und die Kanarischen Inseln sollen geschützt werden.
(vv) - In den tiefen Gewässern um die Azoren, Madeira und
die Kanarischen Inseln gibt es Korallenbänke, hydrothermale
Quellen und Karbonat-Hügel (Carbonate Mounds), die einer
vielfältigen Fauna und Flora Schutz und Nahrung bieten. Zwar
hat die EU-Kommission schon im Februar Pläne für den
langfristigen Schutz dieser Ökosysteme vorgestellt, doch
durch die Europawahl hat sich der Zeitplan verschoben. Deswegen
macht die Kommission jetzt Vorschläge, wie dieser maritime
Lebensraum bis zur Umsetzung dieser Richtlinien vor Schäden
durch Schleppnetze bewahrt werden kann. Langfristig soll Grundnetzfischerei
hier ganz verboten werden.
Fangquoten für Schellfisch in der Nordsee
lockern
Ein anderer Vorschlag der Kommission soll die strengen Fangquoten
für Schellfisch in der Nordsee lockern. Grund für diese
Quoten ist ein Schutzgebiet für Kabeljau. Hier dürfen
Schellfisch fangende Schiffe aus dem Vereinigten Königreich
nur 35 % ihrer Schellfischquote fangen. Die Schiffe müssen
eine spezielle Fangerlaubnis für den Fang der restlichen
Schellfischquote des Vereinigten Königreichs außerhalb
des Schutzgebiets haben. Neue Daten aus dem Vereinigten Königreich
zeigen allerdings, dass die Kabeljaubeifänge durch britische
Schiffe außerhalb des Kabeljauschutzgebietes sehr gering
sind. Die Kommission schlägt daher vor, die Zahl der Tage,
die Fischereifahrzeuge mit der speziellen Fangerlaubnis für
Schellfisch außerhalb des Hafens verbringen dürfen,
von 10 auf 12 zu erhöhen.
Franz Fischler, EU-Kommissar für Fischerei betonte: "Der
Vorschlag zeigt, wie sehr wir uns im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik
dafür einsetzen, die Auswirkungen der Fischerei auf die Umwelt
zu minimieren. Er zeigt auch, dass die Kommission bereit ist,
Maßnahmen anzupassen, wenn neue Erkenntnisse vorliegen."
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