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- 13.08.2004 -

 

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"Jahrtausendereignis": Pottwal vor der deutschen Ostseeküste

Ein seit einigen Wochen in der Ostsee umherirrender Pottwal ist jetzt auch vor der deutschen Küste gesichtet worden.

(vv) - Am 6. August sahen Angler das Tier in der Mecklenburger Bucht, teilte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund am Freitag mit. Die Angler wollten eigentlich Dorsch fischen und wunderten sich, dass sie plötzlich so viele Heringe fingen. Bei völlig glatter See hörten sie ein Schnaufen und sahen die komprimierte Atemluft des Wales als Blas. Dann tauchte die Rückenfinne auf und nach weiteren Atemzügen war das Tier wieder verschwunden. Laut Meeresmuseum gibt es Anzeichen dafür, dass das etwa 15 Meter lange Tier möglicherweise dem Heringsschwarm hinterher jagte. Normalerweise ernähren sich Pottwale von Tintenfischen.

Ein Pottwal in der Ostsee ist ein ganz besonderer Irrgast. Das Museum sprach von einem "Jahrtausendereignis". Eigentlich halten die Wale sich um diese Jahreszeit in subtropischen Gewässern auf. Wahrscheinlich hat sich das Tier auf seiner Wanderung aus dem Nordpolarmeer nach Süden verschwommen. Vielleicht sei der Wal, der bereits Ende Juli um Bornholm herum gesichtet wurde, wieder auf dem Rückweg. In der Ostsee findet der Meeressäuger nur wenig geeignete Nahrung: Pottwale ernähren sich hauptsächlich von Tintenfischen, die sie in Tiefen von bis zu 1200 Metern jagen.

Da es sich um den ersten sicheren Nachweis dieses größten aller Zahnwale in der Ostsee handelt, sind die Walforscher im Deutschen Meeresmuseum an jeder Beobachtungsmeldung interessiert und bitten darum, ihnen alle Sichtungen zu melden.

 

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 Mehr Informationen:

Deutsches Meeresmuseum

Pottwale

vista verde: Meeressäuger

 

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