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- 07.08.2004 -

 

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Pflanzenvielfalt lockt Krabbeltiere

Auch in Monokulturen lockt eine hohe genetische Vielfalt der Pflanzen mehr Insekten und Spinnen an.

(jkm) - Ein vielfältiger Pflanzenbestand kann mehr Arten von Gliederfüßern beherbergen. Das gilt auch dann, wenn der Bestand von lediglich einer Pflanzenart gebildet wird, hat ein kanadischer Botaniker entdeckt. Je höher die genetische Vielfalt in der Monokultur, desto mehr Insekten und Spinnen stellen sich ein - vor allem räuberische Arten scheinen einen reich gedeckten Tisch vorzufinden.

Aufgrund früherer Studien habe man vermutet, dass die unterschiedliche Widerstandskraft der Pflanzen gegen Pflanzenfresser ein wichtiger Faktor für die Zusammensetzung der zugehörigen Fauna sei, erläutert Mark Johnson von der University of Toronto. Die neuen Ergebnisse deuteten darauf hin, dass der Blühzeitpunkt ebenfalls von Bedeutung sei. Möglicherweise können Gruppen von Pflanzen, die zu leicht unterschiedlichen Zeitpunkten blühen und fruchten, insgesamt mehr Pflanzenfresser ernähren und sind damit wiederum attraktiver für Räuber.

Johnson pflanzte Nachtkerzen (Oenothera biennis) im Freiland in Gruppen von je acht Pflanzen. Einige Gruppen bestanden aus genetisch identischen Pflanzen, enthielten also nur einen Genotyp. Andere enthielten vier Genotypen à zwei Pflanzen, wieder andere bestanden aus acht unterschiedliche Pflanzen. In regelmäßigen Abständen erfasste der Forscher, wie viele Gliederfüßer (Arthropoden) welcher Arten in und auf den Pflanzen lebten.

Gegenüber genetischen Monokulturen fanden sich in den vielfältigsten Gruppen bis zu 18 Prozent mehr Arthropoden-Arten, berichtete Johnson jetzt auf dem Jahrestreffen der Ecological Society of America in Portland, Oregon. Diese Zunahme der tierischen Vielfalt ging jedoch weniger auf Pflanzenfresser zurück, sondern überwiegend auf räuberische Spinnen und Insekten. Ähnliches galt für die Individuenzahlen - wiederum schienen die Pflanzenfresser kaum zu profitieren. Besonders ausgeprägt war der Effekt gegen Ende der Wachstumsperiode.

 

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 Mehr Informationen:

University of Toronto

Artenvielfalt

 

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