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- 04.08.2004 -

 

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Greenpeace: Doggerbank soll Schutzgebiet werden

Die Umweltorganisation Greenpeace hat mit der Markierung des ersten möglichen großflächigen Schutzgebietes in der Nordsee begonnen.

Hamburg (vv) - Im Rahmen der Kampagne zum Schutz von Nord- und Ostsee hat das Greenpeace-Flaggschiff "Esperanza" am Mitwoch auf der "Doggerbank" in der Mitte der Nordsee die erste Boje gesetzt. Das "Schutzgebiet Doggerbank" ist eins von 17 Schutzgebieten, die Greenpeace für Nord- und Ostsee fordert und in denen Ölförderung und Fischerei verboten werden sollen. Insgesamt sollen 40 Prozent der beiden Meere unter Schutz gestellt werden.

"Der Mensch hat die Meere vor unserer Haustür massiv ausgebeutet und zerstört", sagte Iris Menn, Meeresexpertin von Greenpeace Deutschland. "Fischerei sowie Öl- und Gasförderung haben viele Fischbestände an den Rand des Aussterbens gebracht und die Meere stark verschmutzt." Großflächige Schutzgebiete sind nach Meinung von Greenpeace die einzige Möglichkeit die Ökosysteme von Nord- und Ostsee langfristig zu schützen. Nur durch diese Gebiete könnten sich die Bestände von Kabeljau oder Scholle erholen. Dadurch würde auch die Fischerei in Nord- und Ostsee langfristig gesichert.

Das von Greenpeace geforderte "Schutzgebiet Doggerbank" ist rund 85.000 Quadratkilometer groß. Mitten in diesem Schutzgebiet liegt die eigentliche Doggerbank - eine Sandbank, die vielen kommerziell genutzten Fischarten als Laichgrund dient. Heutzutage ist die Doggerbank laut Greenpeace massiv überfischt. Jeder Quadratmeter des Gebietes werde pro Jahr mit schweren Grundschleppnetzen bis zu sieben Mal durchpflügt. In der Nordsee landeten pro Jahr 700.000 Tonnen Meerestiere als Beifang in den Netzen und würden anschließend tot oder verletzt über Bord geworfen. Die Bestände von Kabeljau, Seezunge, Wittling und Scholle seien akut bedroht.

 

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 Mehr Informationen:

Greenpeace

 

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