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- 03.08.2004 -

 

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Mehr Kaffee: Naturschutz zahlt sich aus

Emsige Bienen bescheren einer Kaffeeplantage in Costa Rica jährliche Einnahmen von über 60.000 US-Dollar.

(jkm) - Indem die Insekten für eine effektive Bestäubung der Kaffeesträucher sorgen, steigern sie den Fruchtansatz um bis zu 20 Prozent und zeichnen so für sieben Prozent des Betriebseinkommens verantwortlich. Zu dieser Einschätzung gelangen amerikanische Biologen im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences".

"Diese Studie zeigt, dass es klare ökonomische Argumente für den Erhalt ursprünglicher Ökosysteme gibt", erklärt Taylor Ricketts, Biologe an der kalifornischen Stanford University und im US-World Wildlife Fund. Naturschützer führten zwar häufig die von der Natur kostenlos erbrachten "Leistungen" als Argument für den Erhalt von Lebensräumen an. Konkrete Zahlen seien jedoch selten.

Ricketts und seine Kollegen führten ihre Untersuchung auf der Finca Santa Fe durch, einer 1.065 Hektar großen Kaffeeplantage im costaricanischen Valle General. Der Betrieb wird von mehreren Waldfragmenten flankiert, in denen neben einheimischen Bienen auch verwilderte Honigbienen (Apis mellifera) leben. Am Beispiel zweier 46 und 111 Hektar großen Waldstücke ermittelten die Forscher, dass die Insekten den Ertrag an Kaffeebohnen binnen ein Kilometer Entfernung vom Waldrand um etwa 20 Prozent erhöhen. Gleichzeitig steigern sie die Qualität der Früchte: Der Anteil so genannter Perlbohnen, in denen sich aufgrund mangelhafter Bestäubung nur eine der zwei Samenlagen entwickelt, sinkt im Einzugsbereich der Bienen um 27 Prozent.

 


© Taylor Ricketts

Biene auf Kaffeeblüte.

 

Ricketts und seine Kollegen schätzen, dass die zwei Waldstücke bzw. die darin lebenden Bestäuber Jahr für Jahr fast 62.000 US-Dollar zum Einkommen der Plantage beitragen. Der Wald sei damit deutlich wertvoller als die nach seiner Rodung typischerweise angelegten Flächen, so die Forscher. Viehweiden etwa erbrächten auf der gleichen Fläche einen Jahresertrag von lediglich 24.000 US-Dollar. "Unsere Zahlen sind sehr konservativ", betont Ricketts' Kollege Paul Ehrlich. "Wir haben nur eine Leistung des Ökosystems betrachtet und das auch nur für einen Betrieb. Würden wir weitere Leistungen wie die Wasserfiltration oder die Bestäubungsarbeit auf benachbarten Plantagen quantifizieren, würde der Wert dieses Waldes deutlich steigen."

 

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 Mehr Informationen:

Ecosystem Services, Stanford University

Die Kaffeepflanze

Biologie der Honigbiene

 

 Bücher:

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