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- 19.07.2004 -

 

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Walstrandungen durch kalte Strömungen?

Die Verlagerung von Meeresströmungen könnte ein wichtiger Faktor für Walstrandungen sein, haben australische Zoologen ermittelt.

(jkm) - An der Küste Tasmaniens stranden demnach umso mehr Pottwale, Gemeine Delfine und andere Wale, je stärker die Insel von kalten Meeresströmungen umspült wird. Das berichtet das Magazin "New Scientist" in seiner neuen Ausgabe.

Mark Hindell von der University of Tasmania, Hobart, und seine Kollegen analysierten Daten über Walstrandungen in den Jahren 1920 bis 2002. Es zeigte sich, dass die Zahl der Strandungen in einem zehn- bis zwölfjährigen Rhythmus um das Zehnfache variiert. Die Zahl steigt immer dann, wenn Wassertemperatur und Luftdruck an der Meeresoberfläche vor Tasmanien eine Veränderung der Zirkulation signalisieren.

In solchen Jahren verursachen besonders starke Westwinde über Australien schwere Stürme. Gleichzeitig wird mehr kaltes Wasser aus dem Südpolarmeer nordwärts gen Tasmanien gelenkt. Wale folgten häufig solchen kalten und besonders nahrungsreichen Strömungen, erläutert Hindell. Auf diese Weise könnten sie alle zehn bis zwölf Jahre sehr nah an die australischen Küsten herankommen. Tatsächlich variiert die Zahl der Strandungen vor dem südostaustralischen Bundesstaat Victoria ebenfalls im Takt der Westwinde, fanden der Forscher und sein Team.

"Strandungen wurden als rein zufällige Ereignisse angesehen oder mit Klimaphänomenen wie El Niño in Zusammenhang gebracht, bislang gab es jedoch keine entsprechenden Belege", so Hindell gegenüber dem Magazin. Zwar sagten die neuen Resultate wenig über die eigentliche Ursache der Strandungen aus. Immerhin könnten sie aber helfen, Behörden und freiwillige Helfer auf besonders strandungsträchtige Jahre vorzubereiten und so hoffentlich die Zahl der geretteten Tiere erhöhen.

 

 Mehr Informationen:

New Scientist

Antarctic Wildlife Research Unit

Pottwale

vista verde: Meeressäuger

 

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