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- 29.06.2004 -

 

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Nordpol: Arved Fuchs segelt für die Eisbären

Abenteurer Arved Fuchs will mit seinem Segelschiff den Nordpol umrunden und auf die Klimaerwärmung aufmerksam machen.

(vv) - Umweltschützer und Abenteurer Arved Fuchs will von Mitte August bis Mitte Oktober die Nordwestpassage an Bord seines Segelkutters "Dagmar Aaen" von West nach Ost durchqueren und mit einer Umrundung des Nordpols vollenden. Fuchs möchte auf der Expedition die Folgen der Klimaerwärmung beispielsweise für die Eisbären beobachten und das Klimaproblem für Jugendliche anfassbar machen, indem er Schülerinnen und Schüler in die Reise und seine Beobachtungen einbindet. Die Jugendlichen erhalten Foto- und Filmaufnahmen sowie Tagebuchaufzeichnungen von unterwegs und bekommen so die Gelegenheit, Fragen zu stellen und die Hintergründe des Klimawandels aus erster Hand zu erfahren.

Die Umweltstiftung WWF als Partner der Expedition unterstützt Fuchs mit Datenmaterial und Hintergrundstudien. So belege eine Studie des WWF beispielsweise, dass das Überleben der Eisbären in der Arktis stark bedroht sei: In der Polarregion sei die Klima-Erwärmung nach WWF-Erkenntnissen schon heute so deutlich, dass sie bereits dramatische Auswirkungen auf die körperliche Konstitution der Eisbären und damit auf deren gesamten Bestand habe. Der Grund: Eisbären leben und jagen vorwiegend auf den arktischen Eisschollen. Die Ausdehnung des Packeis-Teppiches auf dem Polarmeer sei in den letzten Jahren allerdings so erheblich zurückgegangen, dass sich die weißen Riesen ihre zum Überleben dringend notwendigen Fettreserven nicht mehr anfressen könnten, so der WWF.

 


© ArtToday

Polarbären: Der Klimawandel bedroht ihren Lebensraum.

 

Packeis geht zurück

Die Studie belegt nach Angaben des WWF, dass in den letzten 100 Jahren die durchschnittliche Lufttemperatur in der Arktis um fünf Grad Celsius angestiegen ist, und dass die Ausdehnung des Packeises in den vergangenen 20 Jahren um sechs Prozent abgenommen hat. Bis zum Jahr 2050 rechnet der WWF mit einem Rückgang des Sommer-Eises um 60 Prozent. Im Klartext bedeute dies für die Eisbären: Das Eis schmilzt im Frühling früher und friert im Herbst später als zuvor. Dadurch verkürzt sich die Zeit, in der die Eisbären das Gros ihrer jährlichen Futterration zu sich nehmen können. Vor allem tragende Weibchen und ihr Nachwuchs leiden unter den mangelnden Fettreserven. Schon heute überstehen nur weniger als die Hälfte der Jungen die immer länger werdende eisfreie Zeit, so die Umweltschützer.

 

 Mehr Informationen:

Arved Fuchs: Nordwestpassage 2004

WWF: Das schmelzende Reich des Eisbären (pdf)

 

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