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- 14.06.2004 -

 

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Tirol: Experten entdecken neue Schmetterlingsart

Beim Geo-Tag der Artenvielfalt in Tirol konnten dort 1700 Arten erfasst werden, darunter auch eine neue Schmetterlingsart.

(vv) - Am Samstag fand zum sechsten Mal der GEO-Tag der Artenvielfalt statt. Das Hauptthema der nach Angaben des Hamburger Magazins mittlerweile größten Feldforschungsaktion in Mitteleuropa war in diesem Jahr "Die Ausbreitung von Flora und Fauna im Transitraum Tirol". Rund 300 Biologen, interessierte Laien und Schüler waren laut GEO allein in den fünf Untersuchungsgebieten zwischen Innsbruck und dem Brenner in Tirol unterwegs. 1700 Arten wurden im Rahmen der Kooperation mit der Landesregierung Tirol erfasst.

"Der GEO-Tag der Artenvielfalt zeigt, dass es sich lohnt, genau hin zu sehen, um die Natur besser begreifen zu können. Die große Beteiligung - auch in Deutschland mit über 200 Projekten - hebt hervor, dass diese Bestandsaufnahme vom Zustand der Natur eine feste Institution geworden ist", so GEO-Chefredakteur Peter-Matthias Gaede.

Funde bestätigen Klimaerwärmung

Die Erwartungen der Experten im Vorfeld wurden vielfach übertroffen: So konnten für diese Region neue Tier- und Pflanzenarten festgestellt werden. Ein besonderer Fund ist die Schmetterlingsart "Mann's Grünwidderchen", von der die Fachleute ein Paar entdeckt haben. Diese Art kommt sonst nur am Gardasee, am Alpensüdrand und im südlichen Italien vor. Der Fund wärmeliebender Arten - seien es Vögel, Schmetterlinge oder Pflanzen - bestätigt, dass in den letzten Jahren eine deutliche Klimaerwärmung stattgefunden hat und sich Arten aus dem mediterranen Raum in Tirol ansiedeln können.

Am Samstag zogen die Fachleute in Innsbruck eine erste Bilanz der 24-stündigen Expedition: Im Bereich um Zirl zum Beispiel fanden die Experten erstmals das "Breitblättrige Waldvögelein", eine besonders große Orchidee. Sogar Tiere, die seit mehr als 100 Jahren verschollen waren, darunter die Krabbenspinne "Tmarus piger", wurden beim GEO-Tag der Artenvielfalt entdeckt.

Aktionsraum Südtirol

Auch in den zwei Untersuchungsgebieten in Südtirol sind die 60 Teilnehmer des GEO-Tags der Artenvielfalt auf über 1000 Arten gestoßen, darunter einige seltene Vorkommen. Ein Sensationsfund ist der seltene Falter "Weißes Ordensband". An der mit dem Naturkundemuseum Südtirol in Bozen durchgeführten Aktion nahmen auch zahlreiche Schüler teil, die speziell die Feuchtgebiete untersuchten.

 


© J. Kostenzer

Das Breitblättrige Waldvögelein, eine Orchidee, wurde erstmals im Raum Zirl nachgewiesen.


 Mehr Informationen:

GEO-Tag der Artenvielfalt

Land Tirol - GEO-Tag der Artenvielfalt

 

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