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- 10.06.2004 -

 

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Volkszählung im Bambuswald - Mehr Pandas als erwartet

Zwar gibt der WWF keine Entwarnung, dennoch: Die Zahl der in China noch in freier Wildbahn lebenden Panda-Bären ist deutlich höher als von den Experten erwartet.

(vv) - Nach Abschluss der bislang umfassendsten und genauesten Zählung der letzten Großen Pandas in China wird ihr Bestand auf insgesamt 1.600 Tiere in freier Wildbahn geschätzt, gab die Umweltstiftung WWF am Donnerstag in Berlin bekannt. Die Erhebung wurde in den vergangenen vier Jahren von der staatlichen Forstbehörde Chinas in Zusammenarbeit mit dem WWF durchgeführt. Der Große Panda steht seit vielen Jahren auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Nach der letzten Zählung in den 1980er Jahren ging man von nur etwas mehr als 1.000 Tieren aus.

Auf den ersten Blick liefert die aktuelle Bestandserhebung ein erfreuliches Ergebnis. Doch die Freude ist beim WWF verhalten: Die Umweltschützer führen den augenscheinlichen Panda-Zuwachs auf verbesserte Methoden bei der Zählung zurück. Während bei früheren Zählungen nur Stichproben genommen worden waren, hat dieses Mal ein großes Forscherteam von 172 Personen auf rund 2,3 Millionen Hektar (das entspricht etwa der Fläche Mecklenburg-Vorpommerns) per GPS- Technologie Hinweise auf jedes einzelne Tier erfasst. Die Forscher wagten sich dabei auch in unwegsames Gelände vor und entdeckten Pandaspuren auch in Gebieten, in denen man die Tiere bislang überhaupt nicht vermutete.

 


© ArtToday

Großer Panda: Bambus ist sein Hauptnahrungsmittel.

 

Überleben in freier Wildbahn noch nicht gesichert

"Wir freuen uns, dass es nicht weniger Pandas geworden sind. Aber ihr Überleben in freier Wildbahn ist leider noch lange nicht gesichert. Die neuen Zahlen sind nicht mehr als ein Hoffnungs- schimmer", fasst Susanne Honnef, Artenschutzexpertin des WWF, die Lage der bedrohten Bären zusammen. Der Große Panda ist zwar seit 1939 in ganz China gesetzlich geschützt, aber immer noch verenden laut WWF einzelne Exemplare in Fallen, die eigentlich für andere Tiere aufgestellt wurden.

Einst bewohnten Pandas fast die Wälder in ganz China sowie im Norden Burmas und Vietnams. Durch großflächige Rodungen verloren die "Bambusbären" nicht nur ihre Hauptnahrungsquelle, sondern auch einen Großteil ihrer natürlichen Rückzugsgebiete. Heute leben die letzten Panda-Bären nur noch in einigen wenigen voneinander durch Straßen und landwirtschaftliche Flächen getrennten Bergwäldern im Südwesten Chinas.

 

 Mehr Informationen:

Umweltstiftung WWF

Über den Großen Panda und seine Entdeckungs- geschichte

 

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