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- 21.05.2004 -

 

 

 

"Verlassene" Rehkitze nicht anfassen

Spaziergänger sollten vermeintlich verlassene Rehkitze keinesfalls anfassen, weil die Mutter ihren Nachwuchs sonst nicht mehr annimmt.

(vv) - Im Mai verwandeln sich Wiesen in große Kinderstuben. Das dichte Gras schützt Kitze, Junghasen und viele Brutvögel vor Raubtieren wie dem Fuchs. Bei Gefahr verharren die Jungtiere regungslos - eine Strategie, die sich im Lauf der Evolution als erfolgreich erwiesen hat. Deshalb weist der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) darauf hin, dass Spaziergänger vermeintlich allein gelassene Jungtiere keinesfalls anfassen oder gar mit nach Hause nehmen dürften, um sie mit der Flasche großzuziehen. Durch das Anfassen würden menschliche Gerüche auf das Kitz übertragen und die Mutter würde ihren Nachwuchs nicht mehr annehmen. Ricken beobachteten ihre Jungen meist aus sicherer Entfernung, um keine Räuber anzulocken und kämen nur zum Säugen auf die Wiese.

 


© DJV

Ricken beobachten ihre Kitze meist aus sicherer Entfernung, um keine Räuber anzulocken und kommen nur zum Säugen auf die Wiese.

 

Tod im Mähwerk

Außerdem wies der Verband auf die Gefahr der Frühmahd für die im Gras versteckten Jungtiere hin. Um möglichst viele Tiere vor dem Tod im Mähwerk zu retten, sie Einfallsreichtum gefragt: Blinkende Lichter, wehende Müllsäcke oder laute Musik sollen beispielsweise die Ricke veranlassen, ihr Kitz aus der Wiese herauszuführen. Der Erfolg dieser Aktionen wird Stunden vor der Mahd von Jägern, Landwirten und Freiwilligen kontrolliert, die Wiesen systematisch absuchen. Immer häufiger kämen dabei elektronische Wildretter zum Einsatz, die verborgene Tiere anhand ihrer Körperwärme aufspüren. Eingepackt in dicke Grasbüschel würden Jungtiere dann in Sicherheit gebracht.

 

 Mehr Informationen:

DJV: Rehe

 

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