Aurorafalter ist "Schmetterling des Jahres"
Der an seinen orangefarbenen Flügelspitzen
leicht zu erkennende Aurorafalter ist der "Schmetterling
des Jahres 2004".
(vv) - Die BUND NRW Naturschutzstiftung hat in Zusammenarbeit
mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen
e.V. den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) zum Schmetterling
des Jahres 2004 ausgewählt. In vielen Gegenden in Nordrhein-Westfalen,
häufig auf feuchten Wiesen, am Rand von Auenwäldern,
aber auch in Hausgärten, könne man im April und Mai
die männlichen Aurorafalter bei ihrer Suche nach den unscheinbaren
Weibchen beobachten. Mit ihren orangen Oberflügelspitzen
sind sie leicht zu erkennen. Diesen Farbtupfern verdankt der Falter
auch seinen Namen Aurora (lat.: Göttin der Morgenröte).

© Tim Laußmann
Männlicher Aurorafalter (Anthocharis
cardamines)
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Die Aurorafalterweibchen legen ihre Eier stets an Kreuzblütler,
meist an die Blüten des Wiesenschaumkrauts oder der Knoblauchrauke,
in Gärten häufig auch an Silberblatt und Nachtviole.
Dabei bevorzugen die Schmetterlinge Pflanzen an feuchten und halbschattigen
Standorten.
Normalerweise findet man am Wiesenschaumkraut jeweils nur ein
Ei pro Pflanze. So hat die Raupe ausreichend Nahrung und kann
ihre Entwicklung an der gewählten Pflanze vollenden. Bei
der Knoblauchrauke und kräftigeren Gartenpflanzen können
es auch zwei, manchmal auch mehr Eier sein. Die Raupen verpuppen
sich im Spätsommer an der Futterpflanze unmittelbar unter
den Fraßstellen. Das Mähen von Flächen mit Wiesenschaumkraut
und Knoblauchrauke sei daher für Raupen und Puppen tödlich
und sollte besonders an Waldwegen und Waldrändern vermieden
werden, rät die Naturschutzstiftung.
Mit der Intensivierung der Landwirtschaft und der Umwandlung
von Wiesen in Ackerland habe der Aurorafalter viele Biotope verloren.
Obwohl damit die Bestände mancherorts zurückgegangen
seien, gelte der Schmetterling bislang noch nicht als gefährdet.
Die Stiftung möchte mit der Wahl des Aurorafalters zum Schmetterling
des Jahres mithelfen, den Fortbestand des schönen Falters
zu sichern: Ein naturnah gestalteter Garten, Aussaat von Silberblatt
und Nachtviole als Raupenfutter und Verzicht auf das Abmähen
im Herbst trügen mit dazu bei, dass der Aurorafalter auch
in Zukunft "ungefährdet" bleibe.
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