Künast will mehr Tierschutz bei der Jagd
Agrarministerin Künast stellte den Entwurf
für das neue Wald- und Jagdgesetz und will u.a. mehr Tierschutz
bei der Jagd durchsetzen.
Berlin (dpa) - Bundesagrarministerin Renate Künast (Grüne)
will die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren verbieten.
Auch die Fallenjagd und das Töten frei laufender Hunde und
Katzen während der Jagd sollen verboten werden, sagte Künast
am Freitag in Berlin bei der Vorstellung ihres Entwurfs für
das neue Wald- und Jagdgesetz. Die Ministerin will außerdem
die Bestände an Schalenwild wie Rehe und Hirsche reduzieren.
Der Einsatz von Medikamenten und die Fütterung von Wild sollen
aus diesem Grund nicht mehr erlaubt sein.
Zusätzlich werden Grundeigentümer und Jäger nach
den Plänen stärker in die Pflicht genommen, um die Lebensräume
der Wildtiere zu erhalten und zu verbessern. Der Entwurf sieht
den grundsätzlichen Verzicht auf Kahlschläge, Pflanzenschutzmittel
und Dünger sowie auf gentechnisch veränderte Pflanzen
vor. Ausdrücklich erwünscht ist dagegen, alte Bäume
und totes Holz zu erhalten. Waldbesitzern soll es leichter gemacht
werden, ihr Holz gemeinsam zu vermarkten und zu verkaufen.
Umwelt- und Tierschutzverbände begrüßten die
Initiative der Ministerin. Kritik äußerten dagegen
der Deutsche Jagdschutz-Verband und der Deutsche Bauernverband.
Die alten Gesetze hätten sich bewährt. Mit der Reform
werde die Jagd eingeschränkt und die Waldbauern gefährdet.
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