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- 12.03.2004 -

 

 


 

Fliegender Laser zählt Lachse

Per Laser kann man sich rasch einen Überblick über die Wanderung der Lachse verschaffen, haben zwei amerikanische Forscher ermittelt.

(jkm) - Die von den Wissenschaftlern benutzte Technik arbeitet ähnlich wie ein Radar und wurde ursprünglich für die Atmosphärenforschung entwickelt. Aber auch tief unter der Wasseroberfläche schwimmende Fische lassen sich damit vom Flugzeug aus aufspüren.

Wie viele Lachse jährlich den Aufstieg in ihre Laichgewässer antreten, ist für das Management der Bestände von großer Bedeutung. Schätzungen mit Hilfe von Probefängen oder Sonarmessungen hätten jedoch einen bedeutenden Nachteil, so James Churnside von der National Oceanic and Atmospheric Administration in Boulder, Colorado: Schiffe seien schlicht zu langsam und obendrein teuer im Unterhalt, "so dass nur ein Bruchteil des möglichen Habitats erfasst werden kann."

Churnside und sein Kollege James Wilson bauten nun ein LIDAR-System (Light Detection and Ranging) in einen kleines Flugzeug ein. Das System sendet dreißigmal in der Sekunde einen 12 Nanosekunden kurzen Puls von grünem Laserlicht aus. Das Licht kann bis zu 40 Meter tief ins Wasser eindringen, wenn es nicht zuvor reflektiert wird. Eine Digitalkamera an Bord des Flugzeugs erfasst nur solche Reflexionen, die von einer turbulenten Wasserschicht unterhalb der Fische stammen. Die Tiere zeichnen sich daher als Schatten auf den Bildern ab.

Im Fachblatt "Applied Optics" berichten die Forscher nun über erfolgreiche Tests, bei denen das Flugzeug mit 230 Stundenkilometern in einer Höhe von 150 Metern flog. Die aus den "Lichtechos" erstellten Bilder decken eine Fläche von 10 Quadratmetern ab und haben eine Auflösung von wenigen Millimetern - mehr als genug, um einzelne Lachse zu erkennen. Das mühsame Zählen der Tiere übernimmt eine Software.

 

 Mehr Informationen:

NOAA Environmental Technology Laboratory

Was ist ein LIDAR?

Lachse

 

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