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- 27.02.2004 -

 

 

 

Frühwarnsystem vor hungrigen Wölfen

Die Viehzüchter von Wisconsin und Minnesota können sich ab sofort Wolfsüberfälle auf ihre Herden voraussagen lassen.

(jkm) - Das Frühwarnsystem entstand unter Leitung der New Yorker "Wildlife Conservation Society" (WCS). Es soll Konflikte zwischen Mensch und Tier vermeiden helfen und so auch die Wölfe schützen.

Das gemeinsame Projekt von Biologen, Naturschützer und Kartographen basiert auf einem Geographischen Informationssystem GIS. Dieses System ist in der Lage, die verschiedensten Daten einer Region miteinander in Beziehung zu setzen und in Landkarten und Prognosen zu verarbeiten.

Für Wisconsin und Minnesota werden beispielsweise die Lage von Weiden, Feldern, Sümpfen und Flüssen mit den Lebensräumen der Wölfe verrechnet. Dazu kommen Daten über den Verlauf von Straßen, die Größe der Farmen und Viehherden und weitere geographische Faktoren.

Bisher war von 0,3 Prozent der Ortschaften in Wisconsin bekannt, dass sie in den Revieren der Wölfe liegen. Dort waren Viehherden wiederholt von den Beutezügen der Wölfe betroffen. Die GIS-Auswertung legt nun zwei weiteren Regionen im Südwesten des Bundesstaates nahe, sich auf Besuche der Wolfsrudel einzustellen. Das berichten die Forscher um Adrian Treves im Magazin "Conservation Biology".

"Wir sind optimistisch, dass unser Projekt hilft, die Zusammenstöße zwischen Wölfen und Menschen zu minimieren" so Treves. "Sind die von Wölfen bedrohten Viehherden bekannt, können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen und das Töten von Wölfen vermieden werden."

Bewährt haben sich nach Aussage der Forscher Wachhunde, Zäune und Warnanlagen, die Wölfe mit grellem Licht und lauten Geräuschen vertreiben. Ob Bären in New Jersey oder Tiger in Indien - prinzipiell könne das Frühwarnsystem auch an jedem anderen Ort der Welt eingesetzt werden, meint Treves.

 


© ArtToday

Wolf im Flathead Valley, Montana

 

 Mehr Informationen:

Wildlife Conservation Society

Der Wolf (Canis lupus)

vista verde: Wölfe

 

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