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- 26.02.2004 -

 

 


 

Hybride Gefahr für norwegischen Lachs

Hybride aus Lachsen und Forellen könnten Norwegens Probleme mit Parasiten, die dem Atlantischen Lachs zusetzen, jetzt nochmals verschärfen.

(jkm) - Seit vielen Jahren kämpft Norwegen mit teils drastischen Mitteln gegen einen Fischparasiten. Hybride aus Lachsen und Forellen könnten das Problem jetzt nochmals verschärfen, berichtet das Magazin "New Scientist" in seiner neuen Ausgabe. Die Tiere scheinen selbst immun gegen den Parasiten zu sein, könnten ihn jedoch in noch nicht infizierte Gewässer tragen.

Bei dem Parasiten handelt es sich um Gyrodactylus salaris. Der Saugwurm greift das Gewebe seiner Wirtsfische an und öffnet weiteren Erregern Tür und Tor. In den 70er-Jahren war er aus Schweden nach Norwegen verschleppt worden und dezimiert seitdem die dortigen Bestände des Atlantischen Lachses (Salmo salar). Immer wieder sehen sich die norwegischen Behörden dazu gezwungen, ganze Flüsse mit dem Pestizid Rotenon zu vergiften, um dem Erreger die Lebensgrundlage zu entziehen.

Umso erstaunlicher war die scheinbare Erholung der Bestände in dem seit langem befallenen Fluss Vefsna, berichtet das Magazin. Die jungen Lachse hatten offenbar eine Immunität gegen den Saugwurm entwickelt, da sie nur wenige Erreger trugen. Bei den Hoffnungsträgern handelte es sich jedoch nicht um Lachse, fanden Torbjørn Forseth vom Norsk Institutt for Naturforskning in Trondheim und seine Kollegen bei DNA-Analysen heraus. Mindestens jeder dritte "Lachs" war tatsächlich ein Hybrid aus Atlantischem Lachs und Forelle (Salmo trutta).

Vermutlich stammen die Hybride von Flüchtlingen aus Fischfarmen ab, vermuten die Forscher. Vielleicht hätten sich aber auch wilde Lachse - aus dem Meer kommend - in den Fluss "verirrt". Sollten die widerstandsfähigen Mischlinge die Wanderlust ihrer Lachs-Eltern geerbt haben, könnten sie die Ausbreitung des Saugwurms beschleunigen.

 

 Mehr Informationen:

NewScientist

Lachse

 

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