Kängurus meiden Eukalyptus
Forscher empfehlen den Anbau von Eukalyptus,
um vom Aussterben bedrohte Pflanzen vor Kängurus zu schützen.
(jkm) - Kängurus meiden Eukalyptus und verwandte Myrtengewächse,
weil sie deren ätherische Öle nicht vertragen. Jetzt
entdeckten australische Biologen, dass die Nähe von Futterpflanzen
zum Eukalyptus genügt, um die Kängurus abzuschrecken.
Man könne deshalb vom Aussterben bedrohte Pflanzen schützen,
wenn man gezielt Myrtengewächsen in ihrer Nähe aufziehe,
glauben die Forscher.
Die Biologen um Byron Lamont von der Curtin University of Technology
beobachteten Kängurus im Whiteman Park nordöstlich von
Perth. Wie sie jetzt im "Journal of Chemical Ecology"
berichten, meiden die Tiere Orte, die vom Eukalyptus und seinen
Verwandten, darunter Teebaum (Melaleuca quinquenervia) und Zylinderputzer
(Callistemon), dominiert werden.
Die ätherischen Öle der Myrtengewächse wirken
giftig auf Magenbakterien, die den Kängurus beim Verdauen
ihrer Kost helfen. Auf Myrtengewächse reagieren die Tiere
deshalb mit Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen. Koalas und Opossums
dagegen verzehren die ölhaltigen Blätter ohne Beschwerden.
Selbst Leckerbissen verschmähen die Kängurus, wenn
die Pflanzen in der Nähe von Eukalyptus wachsen. Abschreckend
wirke wahrscheinlich schon der Duft der ätherischen Öle,
schätzt Lamont. Er empfiehlt deshalb den Anbau von Myrtengewächsen,
wenn Kängurus ferngehalten werden sollen.
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