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- 25.02.2004 -

 

 


 

Kängurus meiden Eukalyptus

Forscher empfehlen den Anbau von Eukalyptus, um vom Aussterben bedrohte Pflanzen vor Kängurus zu schützen.

(jkm) - Kängurus meiden Eukalyptus und verwandte Myrtengewächse, weil sie deren ätherische Öle nicht vertragen. Jetzt entdeckten australische Biologen, dass die Nähe von Futterpflanzen zum Eukalyptus genügt, um die Kängurus abzuschrecken. Man könne deshalb vom Aussterben bedrohte Pflanzen schützen, wenn man gezielt Myrtengewächsen in ihrer Nähe aufziehe, glauben die Forscher.

Die Biologen um Byron Lamont von der Curtin University of Technology beobachteten Kängurus im Whiteman Park nordöstlich von Perth. Wie sie jetzt im "Journal of Chemical Ecology" berichten, meiden die Tiere Orte, die vom Eukalyptus und seinen Verwandten, darunter Teebaum (Melaleuca quinquenervia) und Zylinderputzer (Callistemon), dominiert werden.

Die ätherischen Öle der Myrtengewächse wirken giftig auf Magenbakterien, die den Kängurus beim Verdauen ihrer Kost helfen. Auf Myrtengewächse reagieren die Tiere deshalb mit Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen. Koalas und Opossums dagegen verzehren die ölhaltigen Blätter ohne Beschwerden.

Selbst Leckerbissen verschmähen die Kängurus, wenn die Pflanzen in der Nähe von Eukalyptus wachsen. Abschreckend wirke wahrscheinlich schon der Duft der ätherischen Öle, schätzt Lamont. Er empfiehlt deshalb den Anbau von Myrtengewächsen, wenn Kängurus ferngehalten werden sollen.

 


© ArtToday

Kängurus mögen keinen Eukalyptus

 

 Mehr Informationen:

ABC Australia

Myrtaceae

 

 Lesen Sie auch:

Australien: Ökosysteme unter Druck

Klimawandel: Hilfe vom Känguru?

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