Robbenbabys: Nach dem Fellwechsel droht der Tod
Im Frühjahr ist wieder Jagdsaison auf dem
Eis vor Kanadas Küste: Bis zu 350.000 Sattelrobben dürfen
Jäger in diesem Jahr erlegen.
Hamburg (vv) - Nachdem die Tiere in den siebziger Jahren beinahe
ausgerottet worden waren, gab es nach weltweiten Protesten ein
zeitweises Jagdverbot. Inzwischen haben sich die Bestände
erholt, und das Jagdverbot gilt nur noch für die Jungtiere
im weißen Babypelz. Wenn diese im Alter von etwa 2 Monaten
ihr Haarkleid wechseln, werden allerdings auch sie zur begehrten
Beute der Robbenfänger. Das berichtet das Wissensmagazin
"National Geographic Deutschland" in seiner März-Ausgabe.

© NATIONAL GEOGRAPHIC
Eine junge Sattelrobbe döst auf dem
Eis. In einigen Wochen verliert sie ihr flauschiges Fell
und den per Gesetz verankerten Schutz ihres Lebens. Sie
wird dann begehrte Beute der Robbenjäger.
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Tierschützern ist die von der kanadischen Regierung erlaubte
Fangquote zu hoch. Sie sehen die Tierart bedroht und zweifeln
an den Bestandszahlen, auf denen die Festlegung der erlaubten
Fangmenge beruht. Für die Robbenfänger ist die Jagd
ein lukratives Geschäft. Absatz finden vor allem die Felle
der Robben. Aber auch für das Fett der Tiere gibt es einen
Markt: Es findet Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln
und Handcremes.
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