Elefanten führen nachts gerne Ferngespräche
Elefanten verständigen sich mit ihren Artgenossen
auf eine Entfernung von bis zu zehn Kilometern. Besonders gesprächig
sind sie nach Sonnenuntergang.
Hamburg (vv) - Diese Gesprächigkeit liegt vor allem an
den besonderen Wetterverhältnissen am Abend und am frühen
Morgen, die eine Kommunikation über eine größere
Distanz begünstigen, berichtet das Wissensmagazin "National
Geographic Deutschland" in seiner März-Ausgabe.
In der Savanne wird der Schall am Tag durch die vom Boden aufgeheizte
und turbulente Luft gedämpft, so dass der volle Bass der
Dickhäuter schnell verhallt. Nach Sonnenuntergang kühlt
der Boden ab und es entsteht ein Schallkanal. Jetzt kann sich
die Reichweite der Rufe verdreifachen. Außerdem nimmt die
Anzahl der Ferngespräche deutlich zu. Das hat der Metereologe
Michael Garstang in einem von der National Geographic Society
geförderten Projekt in Namibia herausgefunden.
Elefanten können sich in einem sehr breiten Frequenzspektrum
unterhalten, das von den höchsten Tönen einer Klarinette
bis unter die tiefsten eines Konzertflügels reicht. Damit
gehören sie zu den Tieren, die die tiefsten Töne produzieren
können. Dieser so genannte Infraschall ist für den Menschen
nicht hörbar. Den Elefanten aber ermöglichen diese tiefen
Töne - auch über große Distanzen - den Informationsaustausch
über Nahrungsquellen, Gefahren und mögliche Partner.
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