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Wald:
Spechte helfen Holz-Pilzen
Nicht nur mit ihrem Schnabel
rücken Spechte Bäumen zuleibe, sie tragen auch zur Verbreitung
Holz abbauender Pilze bei.
(jkm) - Spechte rücken Bäumen
nicht nur mechanisch zuleibe, haben amerikanische Biologen ermittelt.
In ihren Schnäbeln beherbergen die Vögel auch eine ganze
Kollektion Holz zersetzender Pilze, die zum Abbau von Totholz
beitragen.
"Unsere Studie zeigt, dass
Spechte die wahren Architekten und Hausherren des Waldes sind",
so Kerry Farris von der Wildlife Conservation Society. Ohne die
Pilze fänden die Vögel nicht genügend Totholz für
die Nahrungssuche und zum Anlegen von Nisthöhlen. Letztere
würden zudem auch von vielen anderen Tierarten als Unterschlupf
genutzt.
Farris und seine Kollegen nahmen
Spechte und Gelbkiefern in Kalifornien und Oregon unter die Lupe.
Gut 60 Prozent der Tiere trugen Holz abbauende Pilze in ihren
Schnäbeln, berichten die Forscher im Fachblatt "Condor".
Und jene abgestorbenen Bäume, an denen die Vögel am
häufigsten nach Insekten suchten, wiesen die geringste Holzdichte
auf.
Von Spechten bearbeitete Stämme
bieten in der Luft treibenden Pilzsporen ideale Bedingungen zur
Ansiedlung, glauben die Forscher. Indem die Vögel zu einem
Baumstamm zurückkehren - sei es zur Nahrungssuche oder zum
Nisten - nehmen sie die Pilze auf und tragen sie auf direktem
Weg zum nächsten Baum.
Laut Farris und Kollegen muss
dieses Wechselspiel bei Bewirtschaftung und Management von Waldflächen
berücksichtigt werden - insbesondere dann, wenn es um die
Entfernung von Totholz geht.
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