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Karibik:
Mangrovenwälder schützen Jungfische
Die Abholzung von Mangrovenwäldern
in der Karibik könnte langfristig die Bestände zahlreicher
Tropenfische im Atlantik gefährden.
(jkm)- Vor dieser Gefahr warnt
ein internationales Forscherteam im Magazin "Nature".
Die Wurzeln der Mangroven seien für den Fischnachwuchs als
Schutz gegen Raubfische unverzichtbar.
Mangrovenpflanzen bilden in tropischen
Küstensümpfen dichte Wälder. Ihre kräftigen
Stelzwurzeln sichern nicht nur die Küste, sie bieten auch
Jungfischen ein schützendes Gitter vor großen Räubern.
Insgesamt seien durch Kahlschlag aber schon 35 Prozent der ursprünglichen
Mangrovenwälder verloren gegangen, warnen Forscher aus Großbritannien,
Mexiko, Kanada und den USA.
Die Biologen um Peter Mumby von
der University of Exeter untersuchten die Fischbestände an
den Küsten von Mexiko und Belize. Sie zählten rund 100.000
Fische und identifizierten 164 verschiedene Arten. In Gegenden,
in denen die Mangroven noch Schutz bieten, sei die Biomasse an
Fisch bis zu 25 mal höher als in vom Kahlschlag betroffenen
Regionen, berichten die Forscher.

© Peter J. Mumby
Erwachsene
Blaustreifen-Grunzer
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Durch die Rodungen geschädigt
werde etwa der Regenbogen-Papageifisch (Scarus guacamaia), der
ausgewachsen bis zu 1,20 Meter lang werde und auf der Roten Liste
der gefährdeten Arten stehe. Sein Nachwuchs wandere jetzt
schon in zu jungem Stadium in die Riffe und falle deshalb vermehrt
Raubfischen zum Opfer.
Auf die Mangroven als Kinderstube
zwingend angewiesen seien auch der Gestreifte Papageifisch (Scarus
iserti), der Blaustreifen-Grunzer (Haemulon sciurus), der Gelbschwanz-Schnapper
(Ocyurus chrysurus) sowie der Schulmeister (Lutjanus analis).
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