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Nicaragua: Comeback der Meeresschildkröte
In Nicaragua erholen sich die
Bestände der heimischen Meeresschildkröte wieder, seit
ihre Nester unter strengem Schutz stehen.
(jkm) - Die in Nicaragua heimischen
Bestände der Echten Karettschildkröte (Eretmochelys
imbricata) erholen sich wieder, seit ihre Nester unter strengem
Schutz stehen. Der Diebstahl von Schildkröten-Eiern sei um
79 Prozent zurückgegangen, teilte die Naturschutzorganisation
"Wildlife Conservation Society" (WCS) mit.
Die Organisation hatte in Kooperation
mit lokalen Gruppen, Fischern und Behörden im Jahr 2000 ein
Schutzprogramm initiiert. Seitdem habe man den Diebstahl der Eier
und die Fänge von Muttertieren fast vollständig unterbinden
können, berichtet die WCS. Eine Zwischenbilanz stellen die
Naturschützer im Fachmagazin "Chelonian Conservation
and Biology" vor.
"Unser Projekt zeigt, wie
wichtig lokale Unterstützer beim Schutz bedrohter Arten sein
können", sagt WCS-Forscherin Cynthia Lagueux, die seit
über zehn Jahren Meeresschildkröten an der Küste
Nicaraguas beobachtet. Die Karettschildkröte ist in vielen
ihrer ursprünglichen Lebensräume nicht mehr anzutreffen,
weil die Tiere wegen ihrer Panzer und ihres Fleisches übermäßig
gejagt wurden.
Außerdem seien inzwischen
viele der für die Eiablage nötigen Sandstrände
bebaut wurden, kritisiert der WCS. Die verbliebenen Strände
müssten wie ihre tierischen Besucher unter Schutz gestellt
werden.
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