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Bienen: Auf der Duftstraße der
Erinnerungen
Nicht nur beim Menschen lösen
Düfte häufig Erinnerungen aus. Auch Bienen helfen Gerüche,
sich an ihre Futterquellen zu erinnern.
(jkm) - Düfte lösen
beim Menschen oft Erinnerungen oder Emotionen aus. Ganz ähnlich
geht es Honigbienen, haben australische Biologen herausgefunden.
Die Wahrnehmung eines bestimmten Geruchs reicht aus, um die Insekten
zu der zugehörigen Futterquelle ausschwärmen zu lassen.
Durch Gerüche ausgelöste
Erinnerungen seien neben der Tanzsprache ein weiteres Mittel zur
Optimierung der Sammeltätigkeit, schreiben Judith Reinhard
und ihre Kollegen von der Australian National University, Canberra,
im Magazin "Nature".
Die Biologen machten ein Bienenvolk
mit zwei Futterquellen vertraut, denen sie mit Zitronen-, Mandel-
oder Rosenaroma einen ganz eigenen Geruch verliehen hatten. Dann
bliesen sie einen der Düfte mit einem kleinen Ventilator
in den Bienenstock und beobachteten, an welcher Futterstelle daraufhin
Sammlerinnen auftauchten. Obwohl die Futterquellen selbst nun
nicht mehr dufteten, erschienen bis zu 93 Prozent der Bienen dort,
wo sie zuvor den Geruch wahrgenommen hatten.
Normalerweise würden solche
Erinnerungen ausgelöst, wenn eine Sammlerin Nektarproben
im Stock verteile, vermuten die Forscher. Geruch und Geschmack
des Nektars könnten anderen erfahrenen Sammlerinnen "Faktoren
wie Entfernung und Richtung der Nahrungsquelle, Besonderheiten
entlang der Flugroute sowie Farbe und Form der Blüten ins
Gedächtnis rufen, den Flug dorthin beschleunigen und so die
Sammeleffizienz der Kolonie erhöhen."
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