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Greenpeace: Fischer bringen Delfine an
den Rand des Aussterbens
Die Schleppnetzfischerei bringt
die Delfine nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace
im Nordostatlantik an den Rand des Aussterbens.
Madrid/London (dpa) - Mehr als
10.000 Delfine und Kleinwale verendeten jährlich in europäischen
Gewässern als Beifang in den Fischernetzen, betonte die Organisation
am Dienstag.
Besonders betroffen seien der
Gemeine Delfin (Delphinus delphis) und der Schweinswal (Phocoena
phocoena). Vom Gemeinen Delfin würden pro Jahr bis zu fünf
Prozent der Bestände ausgerottet, heißt es in einem
Bericht, den die Gesellschaft zum Schutz von Walen und Delfinen
(WDCS) für Greenpeace erstellt hatte. Nach Ansicht von Wissenschaftlern
könne bereits der Verlust von einem Prozent im Jahr das Überleben
einer Art gefährden.
Fischer, die Seebarsche, Makrelen
oder Tunfische fangen, arbeiten nach diesen Angaben mit Schleppnetzen,
die zuweilen größer als zwei Fußballplätze
seien. Weltweit verendeten pro Jahr etwa 300.000 Wale und Delfine
als Beifang in den Netzen. Nach Schätzungen würden 23
Prozent aller Fänge leblos ins Meer zurückgeworfen.
Greenpeace forderte, den Beifang intensiver zu bekämpfen
und Meeresschutzgebiete einzurichten.
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