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Forscher: Klimawandel wird größter
Arten-Killer
In den nächsten 50 Jahren
könnte jede vierte landlebende Tier- oder Pflanzenart Klimaveränderungen
zum Opfer fallen.
(jkm) - Darauf deuten die Resultate
von Modellrechnungen hin, die eine internationale Forschergruppe
im Magazin "Nature" vorstellen. Der Klimawandel könnte
demnach zum wichtigsten Faktor für das Aussterben von Arten
werden.
"Wenn wir diese Vorhersagen
im globalen Maßstab extrapolieren und auf andere Gruppen
von Landtieren und -pflanzen erweitern, lässt unsere Analyse
vermuten, dass über eine Million Spezies aufgrund des Klimawandels
vom Aussterben bedroht sein könnten", sagt Chris Thomas
von der University of Leeds. Derzeit steuere die Erde auf Temperaturen
zu, wie sie einmalig in den letzten 40 Millionen Jahren seien.

© DBU
Durch den
Klimawandel gefährdet: der Rotmilan.
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Am Beispiel von 1.103 Tier- und
Pflanzenarten - von australischen Vögeln über südafrikanische
Hartlaubgewächse bis zu mexikanischen Schmetterlingen - schätzten
Thomas und seine Kollegen nun die Folgen des Klimawandels ab.
Anhand der Ansprüche der einzelnen Arten an Temperaturen,
Niederschläge und jahreszeitliche Veränderungen ermittelten
die Forscher, wie stark sich die jeweils zur Besiedlung geeignete
Fläche bis zum Jahr 2050 ändern wird. Anhand dieser
Veränderung kalkulierten sie wiederum mit verschiedenen Methoden
das Aussterbe-Risiko.
Schon eine mäßig starke
Klimaveränderung würden demnach 15 bis 37 Prozent der
betrachteten Arten nicht überstehen - der Anteil schwankt
je nach der Verbreitungsfähigkeit der Arten. Im Falle einer
starken Klimaveränderung könnte der Anteil bis auf 52
Prozent steigen. Und selbst wenn sofort umfassende Maßnahmen
zum Klimaschutz eingeleitet würden, läge er bei mindestens
9 Prozent.
Faktoren wie die Zerstörung
von Lebensräumen etwa durch Rodung seien dabei noch nicht
berücksichtig, schreiben Thomas und Kollegen. Dessen ungeachtet
zeigten die Resultate, dass die Menge von Treibhausgasen in der
Atmosphäre dringend reduziert werden müsse.
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