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- 07.01.2004 -

 

 


 

Forscher: Klimawandel wird größter Arten-Killer

In den nächsten 50 Jahren könnte jede vierte landlebende Tier- oder Pflanzenart Klimaveränderungen zum Opfer fallen.

(jkm) - Darauf deuten die Resultate von Modellrechnungen hin, die eine internationale Forschergruppe im Magazin "Nature" vorstellen. Der Klimawandel könnte demnach zum wichtigsten Faktor für das Aussterben von Arten werden.

"Wenn wir diese Vorhersagen im globalen Maßstab extrapolieren und auf andere Gruppen von Landtieren und -pflanzen erweitern, lässt unsere Analyse vermuten, dass über eine Million Spezies aufgrund des Klimawandels vom Aussterben bedroht sein könnten", sagt Chris Thomas von der University of Leeds. Derzeit steuere die Erde auf Temperaturen zu, wie sie einmalig in den letzten 40 Millionen Jahren seien.

 


© DBU

Durch den Klimawandel gefährdet: der Rotmilan.


Am Beispiel von 1.103 Tier- und Pflanzenarten - von australischen Vögeln über südafrikanische Hartlaubgewächse bis zu mexikanischen Schmetterlingen - schätzten Thomas und seine Kollegen nun die Folgen des Klimawandels ab. Anhand der Ansprüche der einzelnen Arten an Temperaturen, Niederschläge und jahreszeitliche Veränderungen ermittelten die Forscher, wie stark sich die jeweils zur Besiedlung geeignete Fläche bis zum Jahr 2050 ändern wird. Anhand dieser Veränderung kalkulierten sie wiederum mit verschiedenen Methoden das Aussterbe-Risiko.

Schon eine mäßig starke Klimaveränderung würden demnach 15 bis 37 Prozent der betrachteten Arten nicht überstehen - der Anteil schwankt je nach der Verbreitungsfähigkeit der Arten. Im Falle einer starken Klimaveränderung könnte der Anteil bis auf 52 Prozent steigen. Und selbst wenn sofort umfassende Maßnahmen zum Klimaschutz eingeleitet würden, läge er bei mindestens 9 Prozent.

Faktoren wie die Zerstörung von Lebensräumen etwa durch Rodung seien dabei noch nicht berücksichtig, schreiben Thomas und Kollegen. Dessen ungeachtet zeigten die Resultate, dass die Menge von Treibhausgasen in der Atmosphäre dringend reduziert werden müsse.

 

 Mehr Informationen:

Conservation International

University of Leeds

vista verde: Klima

 

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