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WWF: Artenvielfalt schrumpft so schnell
wie nie
Die Artenvielfalt auf der Welt
schrumpft nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF schneller
als je zuvor.
Frankfurt/Main (dpa)- Wie der
WWF in Frankfurt unter Berufung auf die Weltnaturschutzunion (IUCN)
berichtete, sind am Ende dieses Jahres 1092 mehr Tier- und Pflanzenarten
als im Vorjahr in die obersten drei der neun Gefährdungsstufen
auf der Roten Liste der bedrohten Arten eingeordnet.
Insgesamt seien in diesen drei
Stufen 12.259 Arten aufgelistet. Gründe für die Arten-Bedrohung
sind unter anderem das Abholzen von Wäldern, die Trockenlegung
von Feuchtgebieten, die Ansiedlung von fremden Arten, die heimische
verdrängen sowie die anhaltende «Übernutzung»
vieler Arten.
In Asien und Afrika leben nach
WWF-Angaben beispielsweise nur noch 13.000 Nashörner. Ursprünglich
seien es gut eine Million gewesen. Schuld sei die Jagd auf das
Nasen-Horn, das in Ostasien als Potenz steigerndes und Fieber
senkendes Mittel gelte.

© WWF-Canon/Martin
Harvey
Breitmaulnashorn
(Ceratotherium simum)
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In seiner Jahresbilanz kritisiert
der WWF auch die Bedrohung der Meere: Jedes Jahr landeten rund
260.000 Tonnen Öl in der Nordsee und 60.000 in der Ostsee.
Im Mittelmeer werden einer Studie des WWF zufolge jährlich
absichtlich drei Millionen Tonnen Öl «verklappt».
Als positive Entwicklungen erwähnte
der WWF in seiner Jahresbilanz unter anderem den 30. Geburtstag
des internationalen Eisbärschutz- Abkommens. Seit 1973, wird
geschätzt, haben sich dank des Abkommens die Eisbären
von 10.000 auf 22.000 vermehren können. In China wurden 2003
fünf neue Schutzgebiete für Panda-Bären ausgewiesen.
Die letzten 1000 Pandas finden nun auf insgesamt 334.000 Hektar
Ruhe.
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