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- 25.11.2003 -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

USA:

Bären werden "Couchpotatoes"

Fastfood statt Beerensuche: In der Nähe des Menschen eignen sich Bären einen ungesunden Lebensstil an, haben zwei amerikanische Zoologen entdeckt.

(jkm) - Wo sich die Gelegenheit ergibt, durchstöbern Schwarzbären demnach lieber Müll, als sich im Wald ihre Nahrung zusammenzusuchen. Die Folge dieser bequemen Lebensweise: Die Tiere müssen sich weniger bewegen und legen deutlich an Körpermasse zu.

 


© ArtToday

Schwarzbär auf der Flucht vor Bienen: Die Futtersuche in menschlichen Siedlungen ist einfacher als in der Wildnis.

 

"Die Tiere besorgen sich ihr Mahl aus einem Müllcontainer und legen sich dann auf die faule Haut", sagt Jon Beckmann von der Wildlife Conservation Society in Moose, Wyoming. Jedoch mache die erstaunliche Anpassungsfähigkeit der Tiere, im Verein mit dem raschen Wachstum der Städte, Aufeinandertreffen von Bär und Mensch wahrscheinlicher und berge damit enormes Konfliktpotenzial mache. Gegenmaßnahmen seien beispielsweise gegen Bären gesicherte Mülltonnen und -container.

Beckmann und sein Kollege Joel Berger beobachteten Schwarzbären (Ursus americanus), die fernab bzw. am Rande menschlicher Siedlungen lebten. Wie die Forscher im "Journal of Zoology" berichten, waren die Tiere in der Wildnis täglich im Schnitt 13,3 Stunden aktiv, um Beeren oder Knollen zu suchen oder mitunter einen Hirsch zu erlegen. In der Nähe des Menschen benötigten sie dagegen nur 8,5 Stunden pro Tag, um den Müll von Fastfood-Restaurants oder Einkaufszentren nach Essbarem zu durchstöbern.

Zudem brachten diese Bären rund ein Drittel mehr Gewicht auf die Waage als ihre wilden Artgenossen, waren hauptsächlich nachts aktiv und verbrachten weniger Zeit in ihren Winterquartieren. Der Vergleich mit älteren Beobachtungsdaten zeigte, dass diese Anpassung im Verlauf von höchstens 10 bis 15 Jahren erfolgt war.

Nach Ansicht der Forscher muss nun auch der Gesetzgeber helfen, weitere Probleme zu vermeiden. "Schwarzbären und Menschen können gut nebeneinander leben, solange die Bären nicht abhängig von Müll oder Fütterungen werden", so Beckmann.

 

 Mehr Informationen:

Wildlife Conservation Society

Der Schwarzbär

 

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