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USA:
Bären werden "Couchpotatoes"
Fastfood statt Beerensuche:
In der Nähe des Menschen eignen sich Bären einen ungesunden
Lebensstil an, haben zwei amerikanische Zoologen entdeckt.
(jkm) - Wo sich die Gelegenheit
ergibt, durchstöbern Schwarzbären demnach lieber Müll,
als sich im Wald ihre Nahrung zusammenzusuchen. Die Folge dieser
bequemen Lebensweise: Die Tiere müssen sich weniger bewegen
und legen deutlich an Körpermasse zu.

© ArtToday
Schwarzbär
auf der Flucht vor Bienen: Die Futtersuche in menschlichen
Siedlungen ist einfacher als in der Wildnis.
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"Die Tiere besorgen sich
ihr Mahl aus einem Müllcontainer und legen sich dann auf
die faule Haut", sagt Jon Beckmann von der Wildlife Conservation
Society in Moose, Wyoming. Jedoch mache die erstaunliche Anpassungsfähigkeit
der Tiere, im Verein mit dem raschen Wachstum der Städte,
Aufeinandertreffen von Bär und Mensch wahrscheinlicher und
berge damit enormes Konfliktpotenzial mache. Gegenmaßnahmen
seien beispielsweise gegen Bären gesicherte Mülltonnen
und -container.
Beckmann und sein Kollege Joel
Berger beobachteten Schwarzbären (Ursus americanus), die
fernab bzw. am Rande menschlicher Siedlungen lebten. Wie die Forscher
im "Journal of Zoology" berichten, waren die Tiere in
der Wildnis täglich im Schnitt 13,3 Stunden aktiv, um Beeren
oder Knollen zu suchen oder mitunter einen Hirsch zu erlegen.
In der Nähe des Menschen benötigten sie dagegen nur
8,5 Stunden pro Tag, um den Müll von Fastfood-Restaurants
oder Einkaufszentren nach Essbarem zu durchstöbern.
Zudem brachten diese Bären
rund ein Drittel mehr Gewicht auf die Waage als ihre wilden Artgenossen,
waren hauptsächlich nachts aktiv und verbrachten weniger
Zeit in ihren Winterquartieren. Der Vergleich mit älteren
Beobachtungsdaten zeigte, dass diese Anpassung im Verlauf von
höchstens 10 bis 15 Jahren erfolgt war.
Nach Ansicht der Forscher muss
nun auch der Gesetzgeber helfen, weitere Probleme zu vermeiden.
"Schwarzbären und Menschen können gut nebeneinander
leben, solange die Bären nicht abhängig von Müll
oder Fütterungen werden", so Beckmann.
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