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Waldbrände: Versengte Nadeln schützen
vor Erosion
Versengte Nadeln, die Bäume
nach einem Waldbrand verlieren, schützen den Boden wirksam
vor Erosion.
(jkm) - Nach Waldbränden
droht häufig starke Erosion, da Regen und ablaufendes Wasser
den ungeschützten Boden wegschwemmen können. Tragen
die Nadelbäume noch versengte Nadeln, können Forst-
und Wasserexperten jedoch aufatmen, haben zwei amerikanische Forscher
herausgefunden. Sobald die Nadeln zu Boden fallen, dämmen
sie den Bodenabtrag wirksam ein.
"Wenn man braune Nadeln an
den Bäumen sieht, sollte man Mutter Natur die Angelegenheit
überlassen und jene Waldfläche keiner Behandlung unterziehen",
sagt Peter Robichaud vom Forstlabor des US-Landwirtschaftsministerium
in Moscow, Idaho. Er und sein Kollege Chris Pannkuk hatten den
Schutzeffekt der Nadeln eher zufällig bemerkt und daraufhin
beschlossen, ihn im Laborversuch genauer zu untersuchen.
Dazu füllten die Forscher
1 mal 4 Meter große Kisten mit Boden aus einem verbrannten
Waldgebiet, bedeckten diesen mit Nadeln von Gelbkiefern (Pinus
ponderosa) oder Douglasien (Pseudotsuga menziesii) und kippten
die Kisten um 22 Grad. Dann berieselten sie die künstlichen
Miniaturhänge mit Wasser, entsprechend einem starken Regenguss,
und ließen gelegentlich auch Rinnsale durch die Kisten laufen.
Wie Robichaud und Pannkuk demnächst
im Fachblatt "Water Resources Research" berichten, vermindern
Douglasiennadeln die Erosion durch niederprasselnden Regen um
80 Prozent. Gegen oberirdisch abfließendes Wasser scheinen
die kurzen Nadeln jedoch kaum etwas ausrichten zu können
- hier betrug die Reduktion nur 20 Prozent. Anders dagegen die
sehr langen Nadeln der Gelbkiefer: Die Wirkung von abfließendem
Wasser dämmten sie um 40 Prozent ein, die der Regentropfen
dagegen nur um 60 Prozent.
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