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- 19.11.2003 -

 

 

 

 

 


 

Waldbrände: Versengte Nadeln schützen vor Erosion

Versengte Nadeln, die Bäume nach einem Waldbrand verlieren, schützen den Boden wirksam vor Erosion.

(jkm) - Nach Waldbränden droht häufig starke Erosion, da Regen und ablaufendes Wasser den ungeschützten Boden wegschwemmen können. Tragen die Nadelbäume noch versengte Nadeln, können Forst- und Wasserexperten jedoch aufatmen, haben zwei amerikanische Forscher herausgefunden. Sobald die Nadeln zu Boden fallen, dämmen sie den Bodenabtrag wirksam ein.

"Wenn man braune Nadeln an den Bäumen sieht, sollte man Mutter Natur die Angelegenheit überlassen und jene Waldfläche keiner Behandlung unterziehen", sagt Peter Robichaud vom Forstlabor des US-Landwirtschaftsministerium in Moscow, Idaho. Er und sein Kollege Chris Pannkuk hatten den Schutzeffekt der Nadeln eher zufällig bemerkt und daraufhin beschlossen, ihn im Laborversuch genauer zu untersuchen.

Dazu füllten die Forscher 1 mal 4 Meter große Kisten mit Boden aus einem verbrannten Waldgebiet, bedeckten diesen mit Nadeln von Gelbkiefern (Pinus ponderosa) oder Douglasien (Pseudotsuga menziesii) und kippten die Kisten um 22 Grad. Dann berieselten sie die künstlichen Miniaturhänge mit Wasser, entsprechend einem starken Regenguss, und ließen gelegentlich auch Rinnsale durch die Kisten laufen.

Wie Robichaud und Pannkuk demnächst im Fachblatt "Water Resources Research" berichten, vermindern Douglasiennadeln die Erosion durch niederprasselnden Regen um 80 Prozent. Gegen oberirdisch abfließendes Wasser scheinen die kurzen Nadeln jedoch kaum etwas ausrichten zu können - hier betrug die Reduktion nur 20 Prozent. Anders dagegen die sehr langen Nadeln der Gelbkiefer: Die Wirkung von abfließendem Wasser dämmten sie um 40 Prozent ein, die der Regentropfen dagegen nur um 60 Prozent.

 


© ArtToday

Gelbkiefer (Pinus ponderosa)


 Mehr Informationen:

Peter Robichaud

Forscher als Brandstifter

Gelbkiefer - Douglasie

vista verde. Waldbrände

 

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