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Paviane: Gesellige Mütter sind bessere
Mütter
Gesellige Mütter sind
bessere Mütter - zumindest bei Pavianen. Ihre Jungen haben
überdurchschnittlich hohe Überlebenschancen.
(jkm) - Geselliges Beisammensein
ist nicht nur schnöder Zeitvertreib. Neue Belege für
eine wichtige Funktion der Geselligkeit präsentieren drei
amerikanische Primatenforscherinnen im Magazin "Science".
Junge Paviane überleben demnach umso eher das kritische erste
Lebensjahr, je häufiger ihre Mütter sich mit Artgenossen
der gemeinsamen Fellpflege hingeben.

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ArtToday
Gelber Pavian
oder Steppenpavian (Papio cynocephalus): Geselligkeit
hat eine wichtige Funktion.
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"Jede edlere Form ist hier
verwischt und jede edlere Geistesfähigkeit in der Unbändigkeit
der scheußlichsten Leidenschaften untergegangen", urteilte
Brehm in seinem "Thierleben" über Paviane. Gut
130 Jahre später wissen Biologen, dass die Tiere eines der
stärksten Sozialsysteme überhaupt aufweisen. Erst kürzlich
war sogar entdeckt worden, dass Pavianmännchen ihren Nachwuchs
in Schutz nehmen, wenn es zu Rangeleien unter Jungtieren kommt.
"Der Fortpflanzungserfolg
ist der Goldstandard der Evolutionsbiologie", sagt Joan Silk
von der University of California in Los Angeles. Die Forscherin
und ihre Kolleginnen analysierten nun 34.000 zehnminütige
Einzelbeobachtungen von Gelben Pavianen (Papio cynocephalus) am
Fuße des Kilimandscharo. Die seit 1984 durchgeführten
Beobachtungen geben unter anderem Aufschluss über das Verhalten
von 108 ausgewachsenen Weibchen, zudem sind Geburten und Todesfälle
in der Paviangruppe genau dokumentiert.
Die Forscherinnen ermittelten,
wie häufig ein Weibchen in der Nähe anderer Paviane
hockte, diesen das Fell pflegte oder von ihnen gepflegt wurde.
Sie fanden, dass die Jungen der geselligsten Mütter etwa
30 Prozent häufiger ein Alter von einem Jahr erreichen als
Nachkommen der eingebrötlerischsten Weibchen.
"Geselligkeit und Fellpflege
sind Züge, die den Pavianen helfen, ihre Gene weiterzugeben",
so Silk. Die genauen Gründe seien noch unklar. Möglicherweise
seien Einzelgänger anfälliger für Krankheiten,
Unfälle oder Geisteskrankheiten.
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