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Bilche:
Der Siebenschläfer ist Tier des
Jahres 2004
Der kleine Siebenschläfer
ist das Wildtier des Jahres 2004.
Bonn (dpa) - Der kleine Siebenschläfer
(Glis glis) ist das Wildtier des Jahres 2004. Das teilte die Schutzgemeinschaft
Deutsches Wild am Donnerstag in Bonn mit. Die Nagetiere mit dem
buschigen Schwanz ähneln den Eichhörnchen und gelten
in Norddeutschland als vom Aussterben bedroht. Der Name Siebenschläfer
stammt von dem rund siebenmonatigen Winterschlaf, den der gefräßige
und nachtaktive Nager von Anfang Oktober bis Anfang Mai hält.
Die Wahl zum Tier des Jahres
beziehe alle anderen Schläferarten wie Baumschläfer,
Gartenschläfer und Haselmaus mit ein, berichtete die Schutzgemeinschaft.
Die Bonner Organisation, die sich für die Erhaltung frei
lebender Tiere einsetzt, rückt jährlich eine Gattung
in den Blickpunkt. Im Jahr 2003 war es der Wolf.
Die Siebenschläfer sind
mit durchschnittlich 16 Zentimeter Leibes- und 13 Zentimeter Schwanzlänge
die größten Mitglieder der Familie der Bilche. Sie
verständigen sich untereinander mit verschiedenartigsten
Lauten - vom lang gezogenen und trillernden Pfiffen über
allerlei murmelnde und murksende Laute bis hin zu Quieken und
Zirpen.
Der schnelle Kletterer lebt vorwiegend
in trockenen Eichen- und Buchenwäldern der mittel- und südeuropäischen
Mittelgebirge. Reine Nadelwälder meidet er. Tagsüber
verbirgt er sich in hohlen Bäumen oder Erdlöchern, auch
Wurzelstöcke und totes Holz im Wald bieten ihm Unterschlupf.
Am Abend kommt er hervor und sucht sich seine Nahrung - energiereiche
pflanzliche Stoffe wie Eicheln, Nüssen, Kastanien oder Obst.
Der äußerst gefräßige Geselle verschmäht
auch keine kleineren Tiere und Eier.
Auch in die Nähe des Menschen
wagt er sich vor, plündert Weinberge und besucht Obstbäume,
Scheunen, Vogelnistkästen oder Reisighaufen. Marder, Iltisse
und Eulen zählen zu seinen natürlichen Feinden. Zudem
werden die Nager in manchen Gegenden mit allen Mitteln von den
Menschen bekämpft, weil sie als Ernteschädlinge gelten.
Das war im alten Rom noch anders.
Dort galten die niedlichen Tierchen als Delikatesse, wurden gezüchtet
und gemästet. In einigen Regionen Europas, beispielsweise
in Gebieten Frankreichs und Sloweniens, ist das heute immer noch
so. Mit dem gleichnamigen Tag am 27. Juni hat der Siebenschläfer
aber nichts zu tun. Die Legende geht bis ins 3. Jahrhundert zurück.
Dem zu Folge waren die Siebenschläfer sieben Brüder.
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