|
NABU: Jagd beschränken auf zwölf
Tierarten
In deutschen Wäldern soll
nach dem Willen des Naturschutzbundes NABU künftig nur noch
auf zwölf Tierarten Jagd gemacht werden.
Berlin (dpa) - «Es ist
skandalös, dass das geltende Jagdgesetz noch immer die Jagd
auf vom Aussterben bedrohte und in ihren Beständen gefährdete
Tierarten erlaubt», sagte NABU-Vizepräsident Helmut
Opitz am Dienstag in Berlin. Zudem müsse die bisher fast
ganzjährige Jagdsaison drastisch eingeschränkt werden.
Vom 1. Februar bis zum 31. August müsse die Jagd ganz verboten
werden.
Der NABU forderte die Bundesregierung
auf, das in seinen Grundzügen auf das Jahr 1934 zurück
gehende Jagdgesetz noch in dieser Legislaturperiode zu novellieren.
Es sei absurd, dass derzeit noch die Jagd auf Fischotter, Elche
und Seehunde erlaubt sei.
In Zukunft müsse die Jagd
beschränkt werden auf die zwölf Arten Rot-, Damm- und
Sikahirsch, Reh, Gemse, Mufflon, Wildschwein, Wildkaninchen, Fuchs,
Feldhase, Fasan und Stockente. Der Feldhase sei dabei in einigen
Bundesländern bereits extrem gefährdet. Dort müsse
der Bestand geschont werden.
|