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Osnabrück:
Loki Schmidt eröffnet Genbank für
Wildpflanzen
Die Universität Osnabrück
hat eine nach Angaben der Hochschule bundesweit einzigartige Genbank
für Wildpflanzen eröffnet.
Osnabrück (dpa) - Die Genbank
ist nach der Naturschützerin Loki Schmidt, Gattin von Altbundeskanzler
Helmut Schmidt, benannt. Die Einrichtung dient dem Zweck, das
Erbmaterial von Pflanzen für die Nachwelt zu erhalten, teilte
die Universität mit. «Pflanzen können wunderbar
ohne den Menschen existieren, umgekehrt funktioniert das aber
nicht», sagte Loki Schmidt zur Eröffnung am Freitag
im Botanischen Garten der Universität.
Die einzigartige Sammlung soll
der Ausgangspunkt eines bundesweiten Netzwerkes regionaler Genbanken
werden. Mit seiner Hilfe könnten die gut 3000 in Deutschland
beheimateten Wildpflanzenarten für die Nachwelt gespeichert
werden.
Loki Schmidt hatte die Idee zu
einem solchen Projekt bereits vor über 20 Jahren. «Damals
war das Interesse noch nicht sehr groß», erinnerte
sich die 84 Jahre alte Naturschützerin. Der Direktor des
Botanischen Gartens, Prof. Herbert Hurka, wies darauf hin, «dass
ein Drittel der Pflanzenarten vom Aussterben bedroht ist.»
Zu ihnen gehörten auch so bekannte Pflanzen wie Orchideen
oder Silberdisteln.
In den Tiefkühlanlagen der
«Loki Schmidt - Genbank für Wildpflanzen» wird
derzeit das Saatgut von mehr als 600 Wildpflanzen aufbewahrt.
Weitere sollen folgen, damit die Artenvielfalt in Deutschland
auf dem jetzigen Stand erhalten werden kann. Außerdem sollen
wichtige genetische Informationen, etwa die Resistenz gegen Schädlinge,
Flut- oder Dürreschäden, nicht verloren gehen.
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