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- 23.10.2003 -

 

 

 


 

Internationaler Report:

95 Prozent der Meerestiere noch unbekannt

Mehr als 95 Prozent der Tierarten in den Ozeanen sind einer internationalen Studie zufolge noch immer unbekannt.

Washington (dpa) - Dies ist das Ergebnis einer am Donnerstag in Washington vorgestellten Untersuchung, an der 300 Wissenschaftler aus 53 Ländern mitgearbeitet haben. Rund 5000 Fische und «Hunderttausende anderer Lebensformen» seien noch nicht klassifiziert, sagte der leitende Forscher des Projekts «Zensus des Meereslebens», Ron ODor.

Das eine Milliarde Dollar (840 Millionen Euro) teure Forschungsprojekt wird den Angaben zufolge vor allem von den USA, der Europäischen Union sowie zahlreichen Staaten - unter ihnen auch Deutschland - finanziert. Wissenschaftler der Universitäten in Hamburg, Frankfurt/Main und Oldenburg waren beteiligt.


© Bill Eschmeyer/John E. Randall/CoML

Scorpaenopsis Vittapinna, ein neu entdeckter Skorpionfisch aus dem Indo-Pazifik, ist eine von über 15.300 Fischarten in der Datenbank des CoML.

 

Seit dem Beginn der Untersuchung im Jahr 2000 haben die Forscher nach den Worten O'Dors bereits rund 600 neue Lebensformen in den Meeren entdeckt. Zu den spektakulärsten Neuentdeckungen gehöre ein bis zu neun Meter langer Tintenfisch, der in neun verschiedenen Gewässern auf der ganzen Welt gefilmt wurde. Mit seinen riesigen Ohren und einem langen Saugrüssel erinnere er an einen Elefanten, sagte O'Dor. «Es klingt zwar unvorstellbar, ...aber wir entdecken im Durchschnitt drei neue Arten pro Woche», sagte er. Die meisten Neuentdeckungen seien «nur wenige Millimeter große» Tiere wie Plankton.

Die Forscher erwarten in den kommenden Jahren weitere Entdeckungen, durchaus auch spektakulärer Art. Die weltweit vernetzte Arbeit der Forscher ist den Angaben zufolge auf weitere sieben Jahre ausgelegt. Eines der Projektziele sei ein Internet- basiertes Informationssystem, das Forschern auf der ganzen Welt helfen soll, Tierarten zu kategorisieren. Zudem sollen Schätzungen über die Fischbestände in den Ozeanen verbessert werden.

 

 Mehr Informationen:

Census of Marine Life

vista verde: Artenschutz

 

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