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Studie: Fischverbrauch in Entwicklungsländern
steigt drastisch
Der Bedarf an Speisefischen
wird nach einer neuen Studie bis 2020 drastisch steigen. Eine
neue Studie weist auf große Gefahren für Fischbestände
und Umwelt hin.
Hamburg (dpa) - Allein in den
Entwicklungsländern werde der Verbrauch von 62,7 Millionen
Tonnen im Jahr 1997 auf 98,6 Millionen Tonnen im Jahr 2020 klettern,
heißt es in einer am Donnerstag in Hamburg veröffentlichten
Studie des Internationalen Forschungsinstituts für Nahrungsmittelpolitik
(IFPRI) in Washington (USA) und des World Fish Centers in Penang
(Malaysia).
In den Industrieländern
steige der Fischverbrauch dagegen im selben Zeitraum nur um vier
Prozent auf 29,2 Millionen Tonnen. «Wenn man jetzt die richtigen
Schritte unternimmt und notwendige Investitionen tätigt,
kann sichergestellt werden, dass die weltweit wachsende Fischnachfrage
in den nächsten zwei Jahrzehnten gedeckt werden kann»,
sagte der Hauptverfasser des Berichts, Christopher Delgado.
Die Autoren der Studie «Ausblick
für Fische 2020: Bestand und Nachfrage in sich wandelnden
globalen Märkten» weisen auf die großen Gefahren
für die Fischbestände und die Umwelt hin. «Um
diese steigende Nachfrage zu befriedigen, wird sich die schon
florierende Fischzuchtwirtschaft weiter ausbreiten, da der Großteil
der heute weltweit bestehenden Wildfischbestände schon vollkommen
erschöpft oder sogar überfischt ist», heißt
es. 2020 werden nach Ansicht der Experten rund 40 Prozent der
verzehrten Fische aus Aquakulturen stammen. Dazu werde sich die
Fischzuchtproduktion von 28,6 Millionen Tonnen (1997) auf 53,6
Millionen Tonnen nahezu verdoppeln.
Mehr Aquakulturen können
der Studie zufolge aber Umweltverschmutzung und Wasserverbrauch
verstärken. «Produzenten von Fisch brauchen technische
und politische Unterstützung, um Produkte von hoher Qualität
umweltfreundlich produzieren zu können», sagte die
Generaldirektorin des World-Fish-Centers, Meryl Williams.
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