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Stiftung: Zustand der Wälder hat
sich nicht verbessert
Der Zustand von Deutschlands
Wäldern hat sich nach Einschätzung der Stiftung «Wald
in Not» in den vergangenen 20 Jahren nicht verbessert.
Erfurt (dpa) - Ein Fünftel
der Waldfläche sei deutlich geschädigt, teilte die Stiftung
in Erfurt anlässlich ihrer Gründung vor 20 Jahren mit.
Zwar sei das vorhergesagte große Waldsterben ausgeblieben.
Im Gegensatz zu früher seien heute aber vor allem Laubbaumarten
betroffen. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast
(Grüne) sagte, es gebe keinen Grund zur Entwarnung.
Nach Angaben der Vorstandsvorsitzenden
Hedda von Wedel waren vor 20 Jahren besonders Nadelbäume
betroffen. 1983 hätten bundesweit 34 Prozent aller Waldflächen
Schäden aufgewiesen. Zwar habe sich seitdem die Luftqualität
in Deutschland zum Beispiel durch die Einführung von Katalysatoren
für Autos verbessert. Die Waldböden seien jedoch nach
wie vor versauert. Die geschädigten Laubbäume wie Eiche
oder Buche stellten ein besonderes Problem dar, weil sie für
die Ökologie des Waldes eine größere Bedeutung
hätten als Nadelhölzer. Insgesamt 65 Prozent der Waldfläche
weisen nach Angaben der Stiftung Schäden auf.
Bundeslandwirtschaftsministerin
Künast sagte, der Zustand der Wälder habe sich europaweit
verschlechtert. Die Waldzerstörung nehme weltweit zu. Dass
jedoch die Schreckensszenarien von damals nicht Wirklichkeit geworden
seien, sei auch der Stiftung zu verdanken.
Die Organisation mit Sitz in Bonn
wurde von Verbänden, Organisationen und Persönlichkeiten
des öffentlichen Lebens gegründet. Sie setzt sich für
die Erhaltung des Waldes ein und finanziert unter anderem Forschungsprojekte.
Mit Hilfe von Spenden unterstützte «Wald in Not»
nach eigenen Angaben die Pflanzung von rund 2,5 Millionen Bäumen.
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