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Alaska:
Lachse tragen Schadstoffe landeinwärts
Wenn alljährlich Lachse
in Flüssen und Bächen aufsteigen, tragen sie nicht nur
Eier und Rogen landeinwärts, sondern auch Schadstoffe.
(jkm) - Kanadische und australische
Biologen haben ermittelt, dass Seen mit einer hohen Dichte laichender
Rotlachse deutlich erhöhte Konzentrationen von polychlorierten
Biphenylen (PCB) aufweisen.
"Die von Rotlachsen in die
Seen transportierte PCB-Menge ist größer als der üblicherweise
veranschlagte Eintrag aus der Atmosphäre", schreiben
die Forscher um Eva Krümmel und Jules Blais im Magazin "Nature".
Die in ihre Geburtsgewässer heimkehrenden Tiere "fungieren
als 'biologische Pumpen', indem sie Schadstoffe stromaufwärts
tragen, wo sie den Lachsnachwuchs oder Räuber wie Bären,
Adler und Menschen beeinträchtigen könnten."

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ArtToday
Wenn alljährlich
Rotlachse in den Flüssen und Bächen Alaskas
aufsteigen, tragen sie nicht nur Eier und Rogen landeinwärts,
sondern auch Schadstoffe.
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PCB wurden beispielsweise in Schmiermitteln
oder Imprägnierungen eingesetzt. Die langlebigen Verbindungen
können Organschäden und vermutlich auch Krebs hervorrufen
und reichern sich in Nahrungskette an. Meerwasser enthalte pro
Liter weniger als 1 Nanogramm (Milliardstel Gramm) PCB, schreiben
die Forscher, das Fettgewebe pazifischer Rotlachse (Oncorhynchus
nerka) dagegen bis zu 2.500 Nanogramm pro Gramm. "Das bedeutet,
dass eine Million ausgewachsener Lachse mehr als 0,16 Kilogramm
PCB in ihre Laichgebiete tragen, vergleichbar jener Menge, die
jährlich bei der Verbrennung von Sondermüll freigesetzt
wird."
Indem die Lachse nach dem Ablaichen
sterben, wird ein Teil dieser Schadstofffracht zunächst im
Sediment der Laichgewässer deponiert, ermittelte die Gruppe
um Krümmel und Blais. In Seen mit einer geringen Lachsdichte
enthält jedes Gramm Sediment bis zu 2 Nanogramm PCB. In stark
frequentierten Gewässern mit bis zu 40.000 laichenden Tieren
pro Quadratkilometer kann der Wert dagegen 20 Nanogramm PCB pro
Gramm Sediment betragen. Aus dem Sediment könnten die Schadstoffe
schließlich in die aquatischen und terrestrischen Nahrungsketten
gelangen.
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