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Überleben nur in Schutzgebieten:
Löwen in Afrika bedroht
Die Zahl der Löwen und
anderen großen Raubkatzen in Afrika ist nach Angaben von
Umweltschützern drastisch gesunken.
London (dpa) - Es gebe dort nur
noch rund 23.000 Löwen, sagte Laurence Frank, Wildbiologe
der Universität von Kalifornien in Berkeley dem britischen
Wissenschaftsmagazin «New Scientist» (Nr. 2413, S.
37). Vor 20 Jahren seien es nach Schätzungen von Umweltschützern
noch rund 200.000 gewesen. Auch die Zahl anderer Raubtiere wie
die der Geparden gehe drastisch zurück.
«Die Menschen wissen über
(die Bedrohung von) Elefanten, Gorillas und Nashörner Bescheid,
aber sie scheinen völlig ahnungslos zu sein, dass diese großen
Raubtiere kurz vor dem Aussterben stehen», sagte Frank.
Innerhalb der meisten Schutzgebiete schienen die Löwenpopulationen
stabil. Außerhalb davon seien die Raubkatzen jedoch nahezu
unbemerkt verschwunden. Noch sei es aber in Afrika nicht zu spät,
die Situation zu retten.
Hauptgrund sei vor allem die
steigende Verbreitung von Schusswaffen, vermutet Frank. «Menschen
haben schon immer Raubtiere getötet.» Mit Speer und
Schild sei jedoch nicht so viel Schaden anzurichten. «Nun
hat jeder Gewehre und Gift.» Ein weiter Grund sei das starke
Bevölkerungswachstum und damit auch die gestiegene Zahl der
Nutztiere, die vor Raubtieren geschützt werden müssten.
Ein Miteinander von Wildtieren und Mensch sei jedoch mit geringem
finanziellem Aufwand möglich, wie ein Projekt in Laikipia-Region
in Kenia zeige.
Dort unterstützten viele
Ranger Wildtiere, um Öko-Touristen anzuziehen. Sie ließen
genügend Land zum Grasen von Pflanzenfressern und schössen
Raubtiere nur selten ab. Die Laikipia sei daher die einzige Region
in Kenia, wo die Zahl der Wildtiere steige. Raubtiere töten
nach einer Studie in der Region 0,8 Prozent der Rinder und 3 Prozent
der Schafe jedes Jahr. Allerdings gebe es auch dort keine Löwen
außerhalb von Schutzgebieten und Wildtierfarmen.
Es reiche jedoch nicht aus, die
Tiere in Nationalparks und Reservaten zu schützen, heißt
es in der Zeitschrift. Viele davon seien zu klein, um die genetische
Vielfalt der Tiere zu erhalten. Zudem könnten bei politischen
Umbrüchen hungrige Soldaten und Flüchtlingen in die
Parks eindringen und die Wildtiere töten. Auch in ruhige
Zeiten würden Menschen von außen eindringen und Tiere
töten, berichtet Rosie Woodroffe, die das Samburu-Laikipia
Wild Dog Project leitet. «Tiere in Nationalparks und Reservaten
zu schützen genügt nicht, um ihr Überleben zu sichern.»
Es gebe keine Alternative zum Zusammenleben zwischen Menschen
und Wildtieren.
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